Google, Offensive

Google startet weltweite Offensive gegen Smartphone-Diebstahl

28.01.2026 - 23:22:12

Google führt ein neues Sicherheitspaket mit KI-gestützter Diebstahlerkennung und Offline-Sperre für Android ein. Das Update soll gestohlene Smartphones unbrauchbar machen und ist für Milliarden Nutzer verfügbar.

Google rollt neue Diebstahlschutz-Funktionen für Milliarden Android-Nutzer aus. Das Sicherheitspaket soll gestohlene Geräte auch offline unbrauchbar machen. Verfügbar ist es für alle Geräte ab Android 10.

Das Kernstück ist das „Offline Device Lock“. Es sperrt den Bildschirm automatisch, wenn ein entsperrtes Gerät längere Zeit offline bleibt. Damit kontert Google eine gängige Diebestaktik: das sofortige Trennen von WLAN und Mobilfunk, um eine Fernsperrung zu verhindern.

KI erkennt Diebstahl in Echtzeit

Ergänzt wird die Offline-Sperre durch die KI-gestützte „Theft Detection Lock“. Sie analysiert Bewegungsdaten der Gerätesensoren. Erkennt die KI eine typische Fluchtbewegung – etwa nach einem Handgriff –, sperrt sich das Smartphone sofort.

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Die dritte Säule ist eine vereinfachte „Remote Lock“. Nutzer können ihr Gerät jetzt über die Webseite android.com/lock sperren. Dafür reichen die eigene Telefonnummer und die Antwort auf eine Sicherheitsfrage.

So aktivieren Sie den neuen Schutz

Die Funktionen werden schrittweise über die Google Play Services verteilt. Nutzer finden sie in den Einstellungen unter Google > Alle Dienste > Diebstahlschutz. Die Features sind nicht standardmäßig aktiv und müssen manuell eingeschaltet werden.

Der globale Rollout folgt einer Testphase in Brasilien, einem Land mit hoher Diebstahlrate. Die Funktionen sind bereits für Nutzer in den USA, Indien, Deutschland und weiteren EU-Ländern sichtbar. Die regionale Verfügbarkeit kann variieren.

Biometrie gegen „Shoulder Surfing“

Google kündigt zudem die optionale Funktion „Identity Check“ an. Sie soll biometrische Authentifizierung verlangen, um kritische Einstellungen außerhalb vertrauter Orte zu ändern. Das macht die „Shoulder Surfing“-Taktik wirkungslos, bei der Diebe die PIN ausspähen, bevor sie das Gerät stehlen.

Weitere Verschärfungen:
* Reduzierte PIN-Versuche: Weniger Fehleingaben führen jetzt zur temporären Sperre.
* Proaktiver Ansatz: Der Fokus verschiebt sich von passiver Verschlüsselung zu aktiver, KI-gestützter Verteidigung.

Android schließt im Sicherheits-Wettrennen auf

Mit dem Paket reagiert Google auf den Wettbewerb, insbesondere auf Apples „Stolen Device Protection“. Branchenbeobachter sehen den Schritt als entscheidend für die Sicherheitswahrnehmung von Android. Die breite Verfügbarkeit ab Android 10 ist ein strategischer Vorteil und schützt auch Besitzer älterer Geräte.

Sicherheitsexperten bewerten den On-Device-KI-Ansatz positiv. Er ermöglicht Reaktionen ohne Verzögerung – ein entscheidender Faktor bei Diebstählen. Die neuen Tools sollen gestohlene Android-Geräte für Kriminelle deutlich weniger attraktiv machen.

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