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Gossamer Bio Aktie: 46,7-Millionen-Verlust übertrifft Erwartung

21.05.2026 - 04:57:59 | boerse-global.de

Gossamer Bio verzeichnet höheren Nettoverlust als erwartet. Barclays reagiert mit gesenktem Kursziel. Fokus liegt auf FDA-Meeting im Juni.

Gossamer Bio Aktie: 46,7-Millionen-Verlust übertrifft Erwartung - Foto: über boerse-global.de
Gossamer Bio Aktie: 46,7-Millionen-Verlust übertrifft Erwartung - Foto: über boerse-global.de

Gossamer Bio steckt in einer heiklen Phase: Die Pipeline rückt näher an eine mögliche Zulassung, die Zahlen zeigen aber einen höheren Kapitalverbrauch. Genau diese Mischung macht die Aktie anfällig. Barclays reagiert mit einem niedrigeren Kursziel.

Verlust fällt höher aus

Die Analysten von Barclays hielten am Dienstag, dem 19. Mai 2026, an ihrer Einstufung „Underweight“ fest. Das Kursziel senkten sie von 0,30 auf 0,28 Dollar. Der Schritt folgt auf Quartalszahlen, die operativ Fortschritte zeigen, finanziell aber neue Fragen aufwerfen.

Im ersten Quartal meldete Gossamer Bio einen Nettoverlust von 46,7 Millionen Dollar. Je Aktie entsprach das einem Minus von 0,20 Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte der Verlust bei 36,6 Millionen Dollar gelegen.

Der Knackpunkt liegt nicht nur im höheren Fehlbetrag. Der Verlust fiel auch größer aus als am Markt erwartet, wo Analysten im Schnitt mit 0,17 Dollar je Aktie gerechnet hatten. Das belastet die Wahrnehmung der Bilanzqualität.

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Auf der Umsatzseite gab es dagegen einen deutlichen Sprung. Die Erlöse erreichten 17,0 Millionen Dollar und stammten im Wesentlichen aus der Zusammenarbeit mit der Chiesi Group. Diese Partnerschaft liefert Gossamer Bio zwar Einnahmen, kann den steigenden Aufwand aber bislang nicht auffangen.

Forschung treibt den Mittelabfluss

Der wichtigste Kostentreiber bleibt die Forschung. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen auf 43,1 Millionen Dollar, nach 38,0 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Hauptgrund ist die klinische Entwicklung von Seralutinib.

Auch die Verwaltungskosten legten kräftig zu. Sie erreichten 18,7 Millionen Dollar und wurden durch Einmalbelastungen im Zusammenhang mit einem bereits umgesetzten Stellenabbau beeinflusst. Das zeigt: Gossamer Bio arbeitet an der Kostenbasis, zahlt dafür kurzfristig aber selbst einen Preis.

Die Liquidität ist deshalb zentral. Zum Quartalsende verfügte das Unternehmen über liquide Mittel und marktfähige Wertpapiere von 99,2 Millionen Dollar. Nach Einschätzung des Managements reicht diese Basis zur Finanzierung des laufenden Geschäfts bis ins erste Quartal 2027.

FDA-Termin wird zum nächsten Prüfstein

Operativ nähert sich Gossamer Bio einem wichtigen regulatorischen Schritt. Die FDA hat ein persönliches Pre-NDA-Type-B-Meeting für Juni 2026 angesetzt. Dort sollen Daten der Phase-3-Studie PROSERA und der mögliche Weg zu einem Zulassungsantrag besprochen werden.

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Das Management peilt weiterhin eine NDA-Einreichung für Seralutinib im September 2026 an. Der Wirkstoff wird zur Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie entwickelt. Der Zeitplan hängt allerdings vom Verlauf der Gespräche mit der FDA ab.

Parallel dazu laufen finanzielle und rechtliche Themen. Eine anhängige Sammelklage hat eine Frist für Anträge auf die Rolle des Hauptklägers im Juni 2026. Solche Verfahren können zusätzliche Unsicherheit erzeugen, auch wenn sie den klinischen Fahrplan nicht direkt verändern.

Hinzu kommt ein Umtauschangebot für wandelbare vorrangige Anleihen mit einem Kupon von 5,00 Prozent und Fälligkeit 2027. Ziel ist es, die ausstehenden Schulden um rund 128 Millionen Dollar zu reduzieren und das Fälligkeitsprofil bis 2030 zu strecken. Bis zur geplanten NDA-Einreichung im September bleibt damit die gleiche Botschaft: Klinisch rückt Gossamer Bio voran, finanziell bleibt der Spielraum eng.

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