Grippewelle, Deutschland

Grippewelle in Deutschland klingt deutlich ab

14.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.de

Die Grippesaison hat ihren Höhepunkt überschritten, doch die Zahl der akut Erkrankten liegt weiterhin bei 5,8 Millionen pro Woche. RSV-Infektionen halten an und beeinflussen den Arbeitsalltag.

Grippewelle in Deutschland klingt deutlich ab - Foto: über boerse-global.de
Grippewelle in Deutschland klingt deutlich ab - Foto: über boerse-global.de

Die massive Welle an Atemwegserkrankungen flacht spürbar ab. Laut Robert Koch-Institut ist der Höhepunkt der Grippesaison überschritten. Für Unternehmen bedeutet das eine langsame Entspannung der personellen Lage. Doch die Zahl der akut Erkrankten bleibt mit rund 5,8 Millionen pro Woche hoch.

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Grippe-Höhepunkt eindeutig überschritten

Die neuesten Daten des RKI zeigen einen deutlichen Rückgang. In der zehnten Kalenderwoche registrierten die Labore nur noch etwa 4.400 bestätigte Grippefälle. Das ist mehr als eine Halbierung gegenüber der Vorwoche. Dominant in dieser Saison ist die Subklade K des Virus A(H3N2).

Die Welle forderte einen schweren Tribut: Seit Saisonbeginn meldeten die Behörden 1.628 grippebedingte Todesfälle. 96 Prozent der Verstorbenen waren 60 Jahre oder älter. Experten betonen jedoch, dass die saisonale Impfung auch gegen die mutierte Variante zuverlässig vor schweren Verläufen schützte.

Corona beruhigt sich, RSV hält an

Neben der Grippe beruhigt sich auch die Corona-Lage stark. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt auf äußerst niedrigem Niveau, die Viruslast im Abwasser sinkt. Derzeit dominiert die Variante Nimbus mit einem Anteil von 62 Prozent. Insgesamt wurden in dieser Saison 1.448 Covid-19-Todesfälle registriert.

Anders sieht es beim Respiratorischen Synzytialvirus (RSV) aus: Diese Welle hält weiter an. Besonders betroffen sind Kleinkinder und Menschen über 60. Für berufstätige Eltern bedeutet das oft zusätzliche Belastungen durch Kinderkrankentage.

Krankenstand bleibt spürbar

Trotz der positiven Trends schätzt das RKI die wöchentlichen Neuerkrankungen weiter auf 5,8 Millionen. Das entspricht einer Inzidenz von 6.900 pro 100.000 Einwohnern – ein für den Betriebsalltag spürbares Niveau.

Die Wintermonate hinterließen Spuren: Der Krankenstand lag 2025 bei stabil hohen 5,4 Prozent. Atemwegserkrankungen waren der Hauptgrund für Ausfälle. Die flächendeckende elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erfasst heute auch kurze Ausfälle lückenlos.

Arbeitsmediziner raten dringend davon ab, mit akuten Symptomen wie Fieber zu arbeiten – auch nicht aus dem Homeoffice. Wer krank arbeitet, riskiert eine Verschleppung der Infektion.

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Präsentismus im Wandel

Die aktuelle Lage zeigt einen Wandel in der Arbeitskultur. Der früher oft tolerierte „Präsentismus“ – das Arbeiten trotz Erkältung – wird zunehmend kritisch gesehen. Unternehmen erkennen das Risiko kranker Mitarbeiter für die gesamte Belegschaft.

Hybride Modelle wirken dabei zweischneidig. Homeoffice kann Ansteckungsketten unterbrechen, verleitet aber auch dazu, trotz Krankheit digital verfügbar zu bleiben. Experten fordern eine klare Vorbildfunktion der Führungskräfte: Nur wenn Vorgesetzte bei Krankheit konsequent offline bleiben, etabliert sich eine nachhaltige Gesundheitskultur.

Vorbereitung auf den nächsten Herbst

Mit den steigenden Frühlingstemperaturen wird die Zahl der Atemwegserkrankungen voraussichtlich weiter sinken. Bis zum Frühsommer könnte sich die personelle Situation normalisieren.

Doch Unternehmen sollten die ruhigeren Monate nutzen. Der nächste Herbst bringt unweigerlich neue Virenwellen. Investitionen in bessere Lüftung, ergonomische Homeoffice-Arbeitsplätze und betriebliche Impfangebote bleiben essenziell. Eine vorausschauende Strategie schützt die Belegschaft und sichert die Produktivität.

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