Großbritannien und Kanada verhängen neue Russland-Sanktionen
16.06.2026 - 14:31:40 | dpa.deWie die Regierungschefs der beiden Länder beim G7-Gipfel im französischen Évian ankündigten, sollen unter anderem Russlands Schattenflotte und Rüstungsindustrie mit neuen Sanktionen ins Visier genommen werden.
Kanadas Premier Mark Carney zufolge sollen 162 Menschen, Unternehmen und Schiffe neu auf die Sanktionsliste Ottawas kommen. Großbritannien verhängt 70 neue Sanktionen gegen Russlands Schattenflotte, Lieferketten im Rüstungsbereich und illegale Finanznetzwerke zur Umgehung von Sanktionen. Dabei soll die Beschaffung westlicher Technologie für das russische Militär unterbunden werden.
Starmer: Moment gekommen, um Druck zu erhöhen
"Es gab einen wirklichen Konsens im Raum bei den G7 darüber, dass die Sanktionen echt Wirkung zeigen angesichts der Tatsache, dass die Ukraine Erfolge hat und Gebiete zurückerobert", sagte Starmer nach dem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der wichtigsten westlichen Wirtschaftsnationen. Es gebe ein klares Gefühl dafür, dass nun für alle der Moment gekommen sei, um den Druck zu erhöhen.
Die britische Marine hatte in dieser Woche einen aus Russland kommenden Öltanker im Ärmelkanal aufgebracht. Der Kapitän des Schiffes wurde inzwischen wegen des Verstoßes gegen Sanktionen angeklagt. Mit Schiffen der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, die Sanktionen von westlichen Unterstützern der Ukraine zu umgehen. Nach britischen Angaben handelt es sich um mehr als 700 Schiffe.
