Gürtelrose-Impfung bremst offenbar Demenz-Verlauf
10.02.2026 - 09:25:12Eine Impfung gegen Gürtelrose könnte das Fortschreiten von Demenz verlangsamen. Neue Daten deuten darauf hin, dass der bereits verfügbare Impfstoff nicht nur vorbeugend wirkt, sondern auch bei bereits Erkrankten den geistigen Abbau bremst.
Neue Studie: 164 zusätzliche „gute“ Tage
Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universitäten Heidelberg und Stanford analysierte kürzlich umfangreiche Gesundheitsdaten. Das Ergebnis: Patienten mit Demenz-Diagnose, die anschließend gegen Gürtelrose geimpft wurden, zeigten einen verlangsamten Krankheitsverlauf.
Im Schnitt gewannen sie etwa 164 zusätzliche Tage ohne schwere Symptomverschlechterung. Epidemiologe Pascal Geldsetzer von der Stanford University spricht von einem potenziellen Paradigmenwechsel. Bisherige Therapien konnten die Neurodegeneration oft nur begrenzt verlangsamen.
Vergessen Sie öfter Namen oder Termine? Ein kurzer, anonymer 7‑Fragen‑Selbsttest liefert in nur etwa zwei Minuten eine erste Einschätzung, ob Auffälligkeiten vorliegen — entwickelt mit Experten. Das Ergebnis hilft Ihnen, wichtige Gesprächspunkte für die nächste Arztvisite vorzubereiten und sorgt für mehr Gewissheit im Alltag. Der Test ist kostenlos und das Ergebnis wird per Link ins E‑Mail‑Postfach gesendet. Jetzt den 2‑Minuten‑Demenz‑Selbsttest starten
Präventiver Schutz war bereits bekannt
Die neuen Erkenntnisse bauen auf soliden Präventionsdaten der letzten Jahre auf. Eine wegweisende Studie in Nature Medicine zeigte bereits 2024:
- Personen mit dem neueren rekombinanten Impfstoff (Shingrix) hatten ein mindestens 17 Prozent geringeres Demenz-Risiko als Empfänger des älteren Lebendimpfstoffs.
- Im Vergleich zu Ungeimpften oder Empfängern anderer Impfungen lag die Risikoreduktion sogar bei 23 bis 27 Prozent.
Eine großangelegte Analyse walisischer Daten stützte 2025 diese Beobachtung. Geimpfte Senioren wiesen eine rund 20 Prozent niedrigere Wahrscheinlichkeit für eine Demenzdiagnose auf.
Wie schützt eine Haut-Impfung das Gehirn?
Die zentrale Hypothese: Entzündungsprozesse. Das Gürtelrose-Virus (Varizella-Zoster) verbleibt lebenslang in Nervenzellen. Bei einer Reaktivierung kommt es zu starken Entzündungen.
Forscher vermuten, dass diese Reaktivierung im Körper auch Entzündungsprozesse im Gehirn anstoßen kann. Diese begünstigen die Bildung schädlicher Protein-Ablagerungen, die für Alzheimer typisch sind. Die Impfung unterdrückt die Virus-Reaktivierung – und damit möglicherweise auch diese entzündlichen „Brandbeschleuniger“ im Gehirn.
Was bedeutet das für Deutschland?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung mit dem Totimpfstoff bereits seit 2018 für alle Personen ab 60 Jahren. Die Impfquoten gelten jedoch als ausbaufähig.
Gesundheitsökonomen betonen nun einen doppelten Nutzen: Höhere Quoten könnten nicht nur schmerzhafte Gürtelrose-Fälle verhindern, sondern auch die Welle an Demenzerkrankungen in der alternden Gesellschaft abmildern. Branchenbeobachter erwarten intensivierte Aufklärungskampagnen.
Noch fehlt der endgültige Beweis
Trotz der erdrückenden Beobachtungsdaten mahnen Wissenschaftler zur Vorsicht. Um einen kausalen Zusammenhang zweifelsfrei zu beweisen, sind randomisierte klinische Studien nötig. Mehrere solche Studien laufen bereits.
Bis zu ihren Ergebnissen bleibt die Experten-Empfehlung klar: Die Impfung ist zur Gürtelrose-Prävention ohnehin geboten. Der potenzielle Schutz vor geistigem Abbau erscheint als immer wahrscheinlicherer, willkommener Zusatzeffekt.
PS: Sie möchten Gewissheit statt Unsicherheit? Der 7‑Fragen‑Demenz‑Selbsttest gibt in wenigen Minuten eine erste, anonyme Einschätzung — ganz ohne Arzttermin. Viele Betroffene und Angehörige schätzen die schnelle Orientierung, um frühzeitig passende Schritte zu planen. Ideal für Menschen ab 50 und Angehörige, die Veränderungen im Alltag diskret prüfen wollen. Kostenlosen 7‑Fragen‑Test jetzt anonym anfordern


