Nach Bahn-Anschlag: Polen erlÀsst europÀischen Haftbefehl
04.12.2025 - 16:34:37Das Warschauer Bezirksgericht gab einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft statt, wie die Nachrichtenagentur PAP berichtete. Der 41-jĂ€hrige Jewhenij Iwanow und der 39-jĂ€hrige Olexander Kononow, beide ukrainische StaatsbĂŒrger, sind flĂŒchtig.
Mitte November waren an der strategisch wichtigen Bahnstrecke von Warschau nach Lublin bei einer Explosion die Gleise zerstört worden. Weil ein ZugfĂŒhrer die BeschĂ€digung bemerkte und meldete, wurde niemand verletzt. An der gleichen Strecke wurden noch weitere BeschĂ€digungen festgestellt.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden HauptverdĂ€chtigen den Sabotageakt im Auftrag russischer Geheimdienste ausgefĂŒhrt haben. Nach der Tat sollen sie sich ĂŒber die Grenze nach Belarus abgesetzt haben. Das autoritĂ€r regierte Land ist ein VerbĂŒndeter Moskaus.
Strategisch wichtige Eisenbahnstrecke
Im EU- und Nato-Land Polen, das einer der engsten politischen und militĂ€rischen VerbĂŒndeten der von Russland angegriffenen Ukraine ist, herrscht seit Kriegsbeginn Angst vor russischen Sabotageakten. Besonders das Eisenbahnnetz gilt als mögliches Ziel, denn viele MilitĂ€rtransporte in die Ukraine laufen ĂŒber Polen in das Nachbarland. Die betroffene Strecke fĂŒhrt von der Hauptstadt Warschau zum Grenzort Dorohusk und von dort weiter in die Ukraine.

