Nach Cyberattacke am Flughafen BER lÀuft IT-System wieder
05.10.2025 - 14:06:59"Das zentrale System des Dienstleisters Collins Aerospace ist seit Sonntagmorgen wieder am Netz", sagte eine BER-Sprecherin auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
IT-Fachleute der Flughafengesellschaft hĂ€tten am Wochenende damit begonnen, umfangreiche Sicherheitstests durchzufĂŒhren. Diese seien bislang erfolgreich verlaufen. "Ab Montag erfolgt die schrittweise Wiederanbindung der Fluggesellschaften an das System", so die Sprecherin.
Cyberattacke legte elektronische Systeme lahm
Die Check-in-Schalter und Boarding-Gates werden dann schrittweise nach einem abgestimmten Wiederinbetriebnahme-Plan angeschlossen. Dann dĂŒrfte sich auch die Lage fĂŒr Reisende normalisieren, die zuletzt lĂ€ngere Wartezeiten bei Check-in, Boarding und in der GepĂ€ckausgabe hinnehmen mussten.
Der Flughafen-Dienstleister war am 19. September Opfer des Cyberangriffs geworden. Betroffen waren mehrere Airports in Europa. Der Hackerangriff legte am BER elektronische Systeme lahm, die fĂŒr die Passagier- und GepĂ€ckabfertigung genutzt werden.
Betroffen waren nicht zuletzt die Check-in-Schalter. Die Airlines behalfen sich seither damit, das Einchecken der Passagiere zum Teil per Hand zu erledigen, zum Teil mit externer Technik. Alternativ konnten und können Reisende die Self-Service-Stationen mit Automaten im Flughafen nutzen und oft auch selbst GepÀck an Automaten aufgeben.
GroĂe Probleme fĂŒr Reisende
Der Cyberangriff zog vor allem in den ersten Tagen danach erhebliche Probleme fĂŒr FluggĂ€ste nach sich mit langen Schlangen beim Check-in oder bei der GepĂ€ckausgabe. Massenhaft blieben Koffer liegen, es gab auch VerspĂ€tungen und FlugausfĂ€lle. Nach und nach ruckelte sich alles einigermaĂen zurecht, sodass der Betrieb laut Flughafengesellschaft stabil lief. Nach Auskunft der BER-Sprecherin kann es momentan aber weiterhin zu lĂ€ngeren Wartezeiten bei Check-in, Boarding und auch in der GepĂ€ckausgabe kommen.
"Aufgrund des Cyber-Angriffs zurĂŒckgebliebenes GepĂ€ck bauen die Fluggesellschaften zusammen mit ihren Bodenverkehrsdienstleistern weiterhin schnellstmöglich ab und senden es nach", fĂŒgte sie hinzu. Nicht angekommenes GepĂ€ck sollten Passagiere am Zielort sofort bei der GepĂ€ckermittlung melden. Weiterer Ansprechpartner fĂŒr nicht zugestelltes AufgabegepĂ€ck ist die Fluggesellschaft als Vertragspartner der Reisenden. Nur diese kann Auskunft ĂŒber den Verbleib und die Nachlieferung geben.
Viel Betrieb am langen Feiertagswochenende
Den besonders groĂen Passagierandrang am langen Feiertagswochenende bewĂ€ltigten die BeschĂ€ftigten von Flughafen, Bodenverkehrsdienstleistern und Fluggesellschaften nach Angaben der BER-Sprecherin gut. "Der Flugbetrieb am BER ist auch am verkehrsreichen Sonntag entsprechend den UmstĂ€nden nach dem Cyberangriff geordnet angelaufen", schilderte sie. Im Laufe des Tages erwartete der Airport 96.000 FluggĂ€ste. Am Freitag, dem Tag der Deutschen Einheit, waren es 90.000 Reisende. Das ist im Vergleich zu anderen Tagen viel.

