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HAC Club: WhatsApp-Betrüger erbeuten Millionen

26.01.2026 - 22:41:12

Die Finanzaufsicht BaFin warnt vor systematischem Betrug über WhatsApp-Gruppen, bei dem der Name einer echten Firma missbraucht wird, um Anleger zu täuschen und Geld zu erbeuten.

Eine neue Betrugswelle erschüttert deutsche Anleger. Kriminelle locken in WhatsApp-Gruppen wie dem „HAC Club“ Tausende Euro aus den Taschen ihrer Opfer. Die Finanzaufsicht BaFin warnt vor dem systematischen Missbrauch des Namens einer echten Firma.

Die perfide Masche der “HAC Club”-Gruppen

Die Strategie folgt einem effektiven Muster. Opfer werden ungefragt zu Gruppen mit Namen wie „HAC Club DAX-B681“ hinzugefügt. Dort inszenieren die Täter eine professionelle Atmosphäre. Ein angeblicher Börsenexperte teilt regelmäßig Marktanalysen und Erfolgsgeschichten. Durch fingierte Gewinne bauen sie gezielt Vertrauen auf und wecken die Gier nach schnellem Reichtum.

Von falschen Versprechen zum Totalverlust

Nach dem Vertrauensaufbau setzen die Betrüger die Mitglieder unter Druck. Oft beginnen sie mit kleinen Testbeträgen, die scheinbar hohe Gewinne bringen und sogar ausgezahlt werden. Diese Ködermethode soll Seriosität vortäuschen. Ermutigt durch den anfänglichen „Erfolg“ investieren die Opfer dann größere Summen.

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Die Zahlungen fordern die Täter auf ausländische Konten oder in Kryptowährungen wie Bitcoin. Sie leiten die Anleger zu gefälschten Trading-Apps wie „HACKIXMAX“. Dort sehen die Opfer ihre Einzahlungen und angeblichen Gewinne. Doch wenn sie eine Auszahlung beantragen, bricht das Kartenhaus zusammen. Die Betrüger verweigern die Zahlung, fordern stattdessen weitere Gebühren und brechen schließlich den Kontakt ab. Das Geld ist verloren.

Identitätsdiebstahl als Teil der Strategie

Die Masche ist besonders gefährlich, weil sie auf Identitätsmissbrauch setzt. Die Betrüger nutzen den Namen der echten HAC VermögensManagement AG, um Legitimität vorzutäuschen. Die BaFin stellt klar: Die Angebote in den WhatsApp-Gruppen stammen nicht von diesem Unternehmen.

Neben dem finanziellen Schaden droht der Diebstahl persönlicher Daten. Die Opfer werden aufgefordert, Ausweise oder Bankdaten zu übermitteln. Diese Informationen können für weitere Straftaten missbraucht werden.

Ein wachsender Trend im Online-Betrug

Der „HAC Club“ ist kein Einzelfall. Verbraucherschützer beobachten eine Zunahme von Anlagebetrug über Messenger. Die geschlossene Atmosphäre einer Chat-Gruppe senkt die Hemmschwelle. Die Täter nutzen Gruppendruck: Zögerliche Mitglieder sollen durch vermeintliche Erfolge anderer animiert werden.

Die internationale Vernetzung der Täter und der Einsatz von Kryptowährungen erschweren die Strafverfolgung erheblich. Rechtliche Ansprüche sind in der Praxis oft kaum durchsetzbar.

So können Sie sich schützen

Prävention ist der wirksamste Schutz. Experten raten zu extremer Skepsis bei unaufgeforderten Investment-Angeboten auf WhatsApp. Diese Warnsignale sollten Sie alarmieren:

  • Unaufgeforderte Kontaktaufnahme: Seriöse Anbieter werben nicht über private Chat-Gruppen.
  • Versprechen risikoloser Gewinne: Garantierte, überdurchschnittlich hohe Renditen sind unrealistisch.
  • Zahlungen auf Privatkonten: Legitime Firmen verlangen keine Einzahlungen auf ausländische Privatkonten.
  • Druck zur sofortigen Entscheidung: Echte Investitionen erlauben Bedenkzeit.

Das sollten Betroffene tun

Wenn Sie bereits Opfer geworden sind, handeln Sie umgehend:

  1. Zahlungen stoppen: Unterbrechen Sie sofort alle weiteren Überweisungen.
  2. Beweise sichern: Speichern Sie Chatverläufe, Kontaktdaten, Überweisungsbelege und Screenshots.
  3. Bank informieren: Melden Sie den Betrug Ihrer Bank. Eventuell sind Rückbuchungen noch möglich.
  4. Anzeige erstatten: Stellen Sie Strafanzeige bei der Polizei.
  5. Rechtsberatung suchen: Ein auf Kapitalanlagebetrug spezialisierter Anwalt kann die rechtlichen Optionen prüfen.
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