Hadrian, Milliardenwert

Hadrian erreicht Milliardenwert mit KI-Fabriken für die US-Verteidigung

25.01.2026 - 23:14:12

Das US-Unternehmen Hadrian erhält frisches Kapital für den Ausbau automatisierter Fabriken und eine neue 3D-Druck-Sparte, um Engpässe in der US-Verteidigungsproduktion zu beheben.

Das US-Start-up Hadrian ist nach einer neuen Finanzierungsrunde 1,6 Milliarden Euro wert. Das KI-gesteuerte Unternehmen baut die Fabrik der Zukunft für die Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie.

Das Investment, angeführt von Fonds der T. Rowe Price Associates Inc., soll den rasanten Ausbau eines Netzwerks hochautomatisierter Fabriken in den USA vorantreiben. Hinter dem Erfolg steht die Mission, kritische Engpässe in der heimischen Rüstungsproduktion zu beseitigen. Die globale Lieferkette, so die Überzeugung des Unternehmens, ist keine verlässliche Basis mehr für die nationale Sicherheit.

„Das neue Kapital beschleunigt unsere Fähigkeit, die industrielle Kapazität aufzubauen, die Amerika braucht“, sagt Gründer und CEO Chris Power. Mit von der Partie waren namhafte neue und bestehende Investoren wie Altimeter Capital, D1 Capital Partners und der Founders Fund.

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Fabrikfläche von über 80 Fußballfeldern

Das frische Kapital fließt in mehrere Schlüsselinitiativen. Priorität hat die Erweiterung der Fabrikfläche, die bereits rund 55.000 Quadratmeter in Kalifornien und Arizona umfasst. Das entspricht der Fläche von mehr als 80 Fußballfeldern. Ein Großteil des Geldes ist zudem für die Weiterentwicklung der hauseigenen KI-Software Opus vorgesehen.

Sie ist das Herzstück des „Factories-as-a-Service“-Modells (FaaS). Diese softwaregesteuerte Plattform ermöglicht die schnelle und zuverlässige Produktion von hochkomplexen Bauteilen. Der Ansatz erlaubt es, neue Fertigungsstätten in weniger als sechs Monaten in Betrieb zu nehmen. Die aktuelle Runde baut auf einer Finanzierung von rund 240 Millionen Euro aus Juli 2025 auf.

Neuer Schub für 3D-Druck in der Rüstung

Parallel zum Kapitalerfolg startete Hadrian vergangene Woche die neue Division Hadrian Additive. Diese soll skalierbare, serienreife Kapazitäten für den 3D-Druck (additive Fertigung) für die US-Verteidigungsindustrie bereitstellen. Die Systeme werden direkt in die Opus-Plattform integriert.

Das Ziel: Die Produktion von validierten Designs bis zur Serienreife soll deutlich schneller und zuverlässiger werden. Die ersten 3D-Druck-Kapazitäten sollen noch in diesem Jahr anlaufen. Dieser Schritt gilt als kritisch, um die inländische Produktion für prioritäre Rüstungsprogramme zu stärken.

KI gegen die Zersplitterung des Maschinenbaus

Hadrians Wachstum kommt zu einer Zeit hoher Nachfrage nach heimischer Fertigung. Die traditionelle US-Industrie ist oft ein zersplittertes Netzwerk kleiner Werkstätten, was zu Lieferverzögerungen und Qualitätsproblemen führt.

Durch den Einsatz von KI, Robotik und modernster Software will Hadrian eine neue Generation hochautomatisierter Fabriken schaffen. Der technologiegetriebene Ansatz soll Teile deutlich schneller und kostengünstiger produzieren als konventionelle Methoden. Das 2020 gegründete Unternehmen positioniert sich so als Schlüsselpartner für etablierte Rüstungskonzerne und Tech-Start-ups.

Vollständige Baugruppen als nächstes Ziel

Mit der frischen Bewertung und den beträchtlichen Kapitalreserven will Hadrian seinen Einfluss auf die amerikanische Industrielandschaft nun aggressiv ausbauen. Die Pläne reichen über Einzelteile hinaus: Künftig sollen komplette Baugruppen und Produktlinien gefertigt werden.

Branchenbeobachter sehen in Hadrians Modell eine entscheidende Komponente im größeren Bestreben, kritische Fertigung zurück in die USA zu holen. Die Kombination aus Spitzenautomatisierung und qualifizierter Belegschaft adressiert eine langjährige Herausforderung der Branche. Gelingt die Umsetzung des KI-gesteuerten Fabrikmodells, könnte dies einen transformativen Wandel in der Produktion kritischer Schlüsseltechnologien einläuten.

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