AKTIEN IM FOKUS: Chip- und KI-Titel leiden unter asiatischer Tech-Schwäche
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 12:03 Uhr, dpa.deDie dortigen Leitindizes Kospi KRD020020008 und Nikkei 225 JP9010C00002 XC0009692440 büßten wegen ihrer starken Abhängigkeit von Technologieaktien knapp neun beziehungsweise 1,9 Prozent ein. Damit zollten sie ihrem guten Lauf seit Jahresbeginn weiter Tribut. Diesem Sog konnten sich auch deutsche und europäische Branchenwerte nicht entziehen.
Marktbeobachter nannten als wesentlichen Grund für die Verluste in Asien Gewinnmitnahmen angesichts der unter dem Strich nach wie vor satten Kursanstiege bei Titeln mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz (KI). Als Auslöser dienten Nachrichten aus dem Nahen Osten, wo die USA und der Iran im Konflikt um die Meeresstraße von Hormus die Eskalation weiter vorantreiben.
Gegen Mittag büßte Dax DE0008469008-Schlusslicht Infineon DE0006231004 1,6 Prozent ein. Im MDax DE0008467416 belegte Elmos DE0005677108 mit minus 1,4 Prozent einen der hinteren Plätze. Damit gehen die Gewinnmitnahmen bei KI-Aktien erst einmal weiter.
Europaweit zeigte sich ein ähnliches Bild: Im EuroStoxx 50 EU0009658145 lag der Chipzulieferer ASML NL0010273215 mit einem Kursverlust 1,2 Prozent weit hinten und im Cac 40 FR0003500008 der Hersteller STMicro NL0000226223 mit minus 0,9 Prozent.
Mit Blick auf die Talfahrt des südkoreanischen Halbleiterherstellers SK Hynix KR7000660001, der am Freitag mit seiner Zweitnotierung in den USA ein gutes Börsendebüt gefeiert hatte, sprachen Marktbeobachter von Umschichtungen hin zu den nun an der US-Technologiebörse Nasdaq gehandelten American Depositary Receipts (ADRs). Dadurch sei der Kospi erneut stark unter Druck geraten.
Der Wert der SK-Hynix-Aktie in Korea hat sich allerdings seit Ende 2022 auch mehr als verfünfundzwanzigfacht, - nicht zuletzt, da der KI-Boom die Preise für Speicherchips in die Höhe getrieben und zu Rekordgewinnen geführt hatte.
