Handy-Nacken, Tiefe

Handy-Nacken: Tiefe Halsbeuger als Geheimwaffe

24.01.2026 - 08:23:12

Die stĂ€ndig vorgebeugte Kopfhaltung beim Smartphone-Gebrauch belastet die HalswirbelsĂ€ule extrem. Die Therapie fokussiert sich nun auf die KrĂ€ftigung verkĂŒmmerter Tiefenmuskeln.

Stundenlanges Starren aufs Smartphone führt zu chronischen Nackenschmerzen. Orthopäden setzen nun auf ein gezieltes Muskeltraining als Lösung.

Die stille Epidemie Tech Neck

Der „Handy-Nacken“ ist ein Bündel aus Schmerzen und Haltungsschäden. Ursache ist die ständig vorgebeugte Kopfhaltung. Ein menschlicher Kopf wiegt vier bis sechs Kilogramm. Bei einer Neigung um 60 Grad – typisch für die Smartphone-Nutzung – lasten jedoch über 27 Kilogramm auf der Halswirbelsäule. Diese Dauerbelastung überdehnt Bänder, verspannt Muskeln und kann Bandscheiben schädigen.

Warum die tiefen Muskeln erschlaffen

Das Problem ist ein muskuläres Ungleichgewicht. Während die Nackenmuskeln am Hinterkopf überlastet sind, verkümmern ihre Gegenspieler: die tiefen Halsbeuger. Diese Muskeln vor der Wirbelsäule stabilisieren sie normalerweise. In der gebeugten Haltung werden sie aber kaum genutzt. Oberflächliche Muskeln übernehmen dann ihre Arbeit – und verursachen so weitere Verspannungen.

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Zwei einfache Übungen für den Alltag

Die gute Nachricht: Die tiefen Halsbeuger lassen sich gezielt reaktivieren. Zwei Übungen genügen.

  • Das „therapeutische Doppelkinn“ (Chin Tuck): Ziehen Sie das Kinn gerade nach hinten, als wollten Sie ein Doppelkinn machen. Der Kopf kippt dabei nicht. Halten Sie die Position für 10-20 Sekunden. Eine leichte Spannung vorn am Hals ist spürbar.
  • Isometrisches Halten: Legen Sie eine Hand gegen die Stirn. Drücken Sie den Kopf leicht gegen den Handwiderstand, sodass keine Bewegung entsteht. Halten Sie die Spannung für 10 Sekunden und wiederholen Sie dies.

Therapie setzt jetzt auf Stabilisierung

Die Verbreitung des Handy-Nackens verändert die Behandlung. Statt nur verspannte Muskeln zu lockern, rückt die aktive Kräftigung in den Fokus. Experten betonen, dass viele Leiden durch mehr Muskelarbeit verhindert werden könnten. Unternehmen berücksichtigen ergonomische Aspekte daher stärker. Der einfache Rat: Halten Sie das Smartphone öfter auf Augenhöhe und machen Sie regelmäßig Pausen.

Was die Zukunft bringen könnte

Mediziner rechnen damit, dass die Langzeitfolgen der Smartphone-Nutzung erst in Jahren voll sichtbar werden. Das könnte die Nachfrage nach Präventionsprogrammen steigern. Denkbar sind auch Gesundheits-Apps, die die Kopfhaltung überwachen und zu Übungen auffordern. Der Schlüssel gegen chronische Schmerzen liegt im bewussteren Umgang mit dem Gerät – und in wenigen Minuten Training am Tag.

@ boerse-global.de