Heckler, Koch

Heckler & Koch macht so viel Gewinn wie noch nie

Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 09:34 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Auf seinem steilen Wachstumskurs hat der Gewehrfabrikant Heckler & Koch die nÀchsten Firmen-Höchstwerte verbucht.

Wie das Unternehmen aus Oberndorf am Neckar sĂŒdwestlich von Stuttgart mitteilte, lag der Umsatz im ersten Halbjahr 2026 bei rund 264 Millionen Euro und damit 47 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Seinen Gewinn konnte das Unternehmen mehr als verdreifachen: Waren es zuvor noch 11,8 Millionen Euro, so schoss der Wert ein Jahr spĂ€ter auf 40,8 Millionen in die Höhe.

Hintergrund der Entwicklung sind die höheren Verteidigungsausgaben von Nato-Staaten seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine 2022. Zu den Kunden von HK gehören neben der Bundeswehr auch Frankreich, das inzwischen ebenfalls auf eine Waffe der SchwarzwÀlder Firma als Standard-Sturmgewehr seiner Armee setzt, und Nachbarstaaten Russlands, etwa Norwegen und die baltischen Staaten.

Bundeswehr-Auftrag lÀsst die Kassen klingeln

Der Auftragseingang der deutschen Firma lag im ersten Halbjahr bei 260 Millionen Euro und damit etwas niedriger als zuvor. Ein echter DĂ€mpfer war das allerdings nicht, weil im Juli eine große Bestellung der Bundeswehr einging: Ende vergangenen Jahres bewilligte der Bundestag eine Aufstockung eines Sturmgewehr-Rahmenvertrages von zuvor 120.000 auf nun 250.000 StĂŒck.

Im Juli erfolgte der Abruf des kompletten Rahmenvertrages, das fĂŒllte die AuftragsbĂŒcher betrĂ€chtlich. Heckler & Koch wird die Waffen schrittweise ausliefern und dafĂŒr noch jahrelang Geld in die Kassen bekommen. Die Waffenschmiede hat mehr als 1400 BeschĂ€ftigte, die meisten davon sind im Stammwerk im Nordschwarzwald tĂ€tig. In den USA hat die Firma ein kleines Montagewerk fĂŒr Pistolen, das etwas ausgebaut werden soll.

Es wird krÀftig investiert

Im Zeitraum 2020 bis 2025 hatte HK eigenen Angaben zufolge rund 100 Millionen Euro investiert. Die Ausgaben werden nun deutlich gesteigert: Ende 2025 folgte ein weiteres Investitionsprogramm, das Ausgaben von 230 Millionen Euro bis Ende 2028 vorsieht. Es geht dabei etwa um neue Maschinen, moderne Infrastruktur und effizientere ArbeitsablÀufe. "Innovation und Wachstum gehen dabei Hand in Hand", sagt Firmenchef Jens Bodo Koch.

Heckler & Koch fertigt Sturmgewehre, Maschinengewehre, Pistolen, Maschinenpistolen und Granatwerfer. Neben der Armee ist auch die Polizei ein wichtiger Kunde. Zu den Wettbewerbern gehören Beretta aus Italien und der zur tschechischen CZ-Gruppe gehörende US-Waffenhersteller Colt, Haenel aus ThĂŒringen und Sig Sauer aus den USA.

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