Heckler & Koch verstÀrkt seine Investitionen
Veröffentlicht am: 09.07.2025 um 12:08 Uhr | dpa, AD HOC NEWSNachdem die Firma in den vergangenen fĂŒnf Jahren 100 Millionen Euro fĂŒr modernere Anlagen, ein SchieĂzentrum und einen Logistikstandort ausgegeben hat, sollen es in den kommenden fĂŒnf Jahren 150 Millionen Euro sein, wie der Firmenvorstand auf der Hauptversammlung des Unternehmens ankĂŒndigte. Es gehe um den technologischen Ausbau, die StĂ€rkung industrieller KapazitĂ€ten und die Positionierung als Systemanbieter im Verteidigungssektor.
Mit Systemanbieter ist gemeint, dass Heckler & Koch nicht mehr nur selbst hergestellte Waffen verkauft, sondern Zubehör von Zulieferern- etwa SchalldĂ€mpfer - zusammen mit seinen Waffen als Systemanbietet. UnlĂ€ngst hatte H&K bekanntgegeben, in das GeschĂ€ft mit Granatwerfer-Drohnenabwehr einzusteigen und dabei mit einer KI-Firma und einem Fahrzeugturm-Hersteller zusammenzuarbeiten - das ist ein weiteres Beispiel fĂŒr das erweiterte Produktportfolio der SchwarzwĂ€lder Waffenschmiede.
Vor dem Hintergrund der russischen Bedrohung, die mit der Krim-Annexion 2014 und dem Beginn des Ukraine-Krieges 2022 stÀrker wurde, ist Heckler & Koch auf starkem Wachstumskurs, die Nachfrage von Nato-Staaten nach Waffen ist deutlich gestiegen. HK stellt Sturmgewehre, Maschinengewehre, Granatwerfer und Pistolen her.
Der Umsatz zog im vergangenen Jahr um 13,9 Prozent auf 343,4 Millionen Euro an, der Gewinn nach Steuern (EAT) stieg um 9,6 Prozent auf 31,5 Millionen Euro. Die AuftragsbĂŒcher sind prall gefĂŒllt: Lag der Auftragseingang 2023 noch bei 285,3 Millionen Euro, so stieg er 2024 auf 426,2 Millionen Euro - so hoch war dieser Wert in der Firmengeschichte noch nie gewesen.
