Hensoldt, CEO

Hensoldt: CEO kauft 2.500 Aktien für 172.000 Euro

23.06.2026 - 21:35:02 | boerse-global.de

Hensoldt-Chef Oliver Dörre investiert 172.000 Euro in eigene Aktien und sendet damit ein Vertrauenssignal an den Markt.

Hensoldt CEO kauft Aktien nach 20-prozentigem Kursrutsch
Hensoldt - Eine Hand legt eine Aktienurkunde auf einen Stapel, mit unscharfen Finanzdaten im Hintergrund. 23.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Chef kauft. Das ist selten — und selten zufällig. Hensoldt-CEO Oliver Dörre hat am Montag eigene Aktien erworben, nachdem der Kurs in 30 Tagen um gut 20 Prozent eingebrochen war.

CEO investiert 172.000 Euro in eigene Aktien

Laut Directors'-Dealings-Meldung vom 23. Juni 2026 kaufte Dörre insgesamt 2.500 Aktien. Er teilte den Kauf auf zwei Handelsplätze auf: 1.000 Stück an der Börse Stuttgart zu 67,98 Euro und 1.500 Stück über Xetra zu 69,50 Euro. Das Gesamtvolumen liegt bei rund 172.230 Euro.

Beide Kaufkurse liegen deutlich unter dem heutigen Niveau von 71,16 Euro. Marktbeobachter werten den Schritt als Vertrauensbeweis — zumal der RSI bei 38,4 liegt und damit auf überverkauftes Terrain hindeutet.

KNDS-Börsengang zieht Kapital ab

Ein Teil des Kursdrucks der vergangenen Wochen hat einen konkreten Auslöser. Die Bundesregierung hat sich mit den deutschen Eigentümerfamilien von Krauss-Maffei Wegmann auf einen Direkteinstieg geeinigt. Der Bund übernimmt 40 Prozent des Panzerherstellers KNDS. Die Bewertung liegt zwischen 15 und 18 Milliarden Euro.

Diese Einigung ebnet den Weg für den geplanten Börsengang von KNDS in Frankfurt und Paris. Das Problem für bestehende Rüstungsaktien: Investoren schichten Kapital um, um für die KNDS-Zeichnung bereit zu sein. Das erklärt den Verkaufsdruck auf Hensoldt und Rheinmetall in den vergangenen Wochen mit.

Starker Auftragsbestand, schwacher Chart

Fundamental steht Hensoldt besser da als der Chart vermuten lässt. Der Auftragsbestand liegt auf Rekordniveau bei rund 9,8 Milliarden Euro. Projekte wie das Raketenabwehrsystem „FREYJA" und die elektronische Kampfführung treiben das operative Geschäft.

Hinzu kommt: Diplomatische Signale zwischen den USA und dem Iran haben kurzfristig die Risikoprämie aus vielen Rüstungstiteln genommen. Das verstärkte den Abwärtsdruck zusätzlich. Aktuell notiert die Aktie rund 38 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 115,10 Euro.

Am 31. Juli 2026 legt Hensoldt seine Halbjahreszahlen vor. Im Mittelpunkt steht dann die Cashflow-Prognose: Das Unternehmen hat angekündigt, rund 50 Prozent des operativen Gewinns in Barmittel umzuwandeln. Ob diese Zielmarke hält, wird maßgeblich sein für die Kurserholung nach dem CEO-Signal.

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