Hercules Capital Aktie: 1,81 Milliarden neue Commitments im Q1
12.05.2026 - 16:43:24 | boerse-global.deHercules Capital gerät wegen möglicher Wertpapierklagen unter Druck. Mehrere Kanzleien prüfen Vorwürfe rund um Due Diligence und die Bewertung des Portfolios. Für Anleger kommt ausgerechnet jetzt ein Mix aus juristischem Risiko und soliden Quartalszahlen zusammen.
Vorwürfe gegen Bewertung und Prüfung
Im Mittelpunkt stehen Angaben zu einem Zeitraum vom 1. Mai 2025 bis zum 27. Februar 2026. Die Kläger werfen dem Spezialfinanzierer vor, die Sorgfalt bei der Anbahnung und Vergabe von Krediten sowie bei der Portfoliobewertung zu optimistisch dargestellt zu haben. Auch falsch eingestufte Investments stehen im Raum.
Nach den Vorwürfen hätten diese Punkte zu überhöhten oder verzerrten Bewertungen und damit auch zu einem zu hohen Nettoinventarwert geführt. Belastet wurde die Aktie besonders nach einem kritischen Bericht vom 27. Februar 2026. An diesem Tag fiel der Kurs um 1,22 Dollar oder 7,9 Prozent auf 14,21 Dollar.
Der Druck ist damit nicht neu. Die Anlegerstimmung bleibt angespannt, obwohl das operative Bild zuletzt ordentlich aussah.
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Gute Zahlen, neues Misstrauen
Im ersten Quartal 2026 meldete Hercules Capital Rekordwerte bei den neuen Debt- und Equity-Zusagen von 1,81 Milliarden Dollar. Das lag 77,8 Prozent über dem Vorjahr. Auch die Auszahlungen legten zu und erreichten 706,4 Millionen Dollar.
Beim Ertrag zeigte sich ebenfalls Stärke. Die gesamten Investmenteinnahmen stiegen auf 141,5 Millionen Dollar, das Nettoanlageergebnis lag bei 88,1 Millionen Dollar oder 0,48 Dollar je Aktie. Damit deckte das Unternehmen seine Basis-Cash-Ausschüttung zu 120 Prozent.
Die Bardividende für das Quartal betrug 0,47 Dollar je Aktie. Darin enthalten sind 0,40 Dollar Basisdividende und 0,07 Dollar Sonderdividende.
Frist rückt näher
Für betroffene Aktionäre läuft die Zeit. Wer im genannten Zeitraum gekauft hat und sich den Klagen anschließen will, muss bis zum 19. Mai 2026 die Bestellung als Lead Plaintiff beantragen.
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An der Börse bleibt das Bild gemischt. Die Aktie notiert bei 13,60 Euro und damit 4,23 Prozent unter dem Niveau der vergangenen Woche. Seit Jahresbeginn liegt sie 16,05 Prozent im Minus; zugleich handelt sie rund 4,79 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt, aber knapp 9 Prozent unter der 200-Tage-Linie.
Im Juni steht die Hauptversammlung an. Dann dürfte sich zeigen, wie das Management die juristische Belastung gegen die jüngsten operativen Rekorde abgrenzt.
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