Ergebnisse, Produktion/Absatz

KapitalmarktgeschĂ€ft treibt US-Großbanken - Aktien vorbörslich im Plus

15.10.2024 - 15:22:21

Hervorragende GeschĂ€fte an den KapitalmĂ€rkten und im Investmentbanking haben bei den US-Banken fĂŒr glĂ€nzende Ergebnisse gesorgt.

So konnte die Investmentbank Goldman Sachs US38141G1040 den Gewinn noch stĂ€rker steigern als ohnehin erwartet. Auch die breiter aufgestellten Großbanken Bank of America US0605051046 und Citigroup US1729674242 verdienten an den KapitalmĂ€rkten gutes Geld und konnten so einen Teil der anderen Probleme kompensieren, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Zahlen zum dritten Quartal der Institute hervorgeht.

An der Börse wurden die von der Bank of America, der Citigroup und Goldman Sachs vorgelegten Zahlen positiv aufgenommen. Die Kurse aller drei Banken legten vorbörslich zu. FĂŒr die im Dow Jones notierten Papiere von Goldman Sachs ging es vor dem Start des Haupthandels ab 15.30 Uhr um rund drei Prozent nach oben. Die Aktie hatte erst am Montag mit 523 Dollar ein Rekordhoch erreicht - am Dienstag könnte ein weiteres folgen. Die Papiere der Bank of America und der Citigroup legten vorbörslich rund zwei Prozent zu.

Der Gewinn von Goldman Sachs zog in den drei Monaten Juli bis September im Vergleich zum Vorjahr um 48 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar (rund 2,6 Mrd Euro) an. Die ErtrĂ€ge legten um sieben Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar zu. Zudem konnte Goldman Sachs die Kosten um acht Prozent auf 8,3 Milliarden Dollar drĂŒcken. ErtrĂ€ge und Gewinn fielen besser als von Experten erwartet aus.

Anders als Goldman Sachs kĂ€mpfte die Bank of America erneut mit steigenden Kosten. Da zudem die Risikovorsorge erhöht werden musste, ging der Gewinn im dritten Quartal erneut zurĂŒck. In den drei Monaten bis Ende September sei der Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar (rund 5,9 Mrd Euro) gefallen. Analysten hatten mit einem etwas stĂ€rkeren RĂŒckgang gerechnet.

Auch bei der Citigroup ging der Gewinn zurĂŒck. Sie konnte mit einem guten GeschĂ€ft an den KapitalmĂ€rkten andere Probleme wie den leicht sinkenden ZinsĂŒberschuss etwas dĂ€mpfen. Im dritten Quartal sei der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar (rund 2,7 Mrd Euro) gefallen, hieß es. Der ZinsĂŒberschuss ging um drei Prozent auf 13,4 Milliarden Dollar zurĂŒck. Dank eines zweistelligen Anstiegs der anderen ErtrĂ€ge wie Provisionseinnahmen legten diese insgesamt leicht auf etwas mehr als 20 Milliarden Dollar zu.

In der Marktsparte zogen die ErtrĂ€ge leicht an und das, obwohl die Citigroup vor einigen Wochen noch vor einem RĂŒckgang in diesem Bereich gewarnt hatte. ErtrĂ€ge und Gewinn fielen daher besser aus, als Experten erwartet hatten.

Die von der Bank of America und Citigroup vorgelegten Ergebnisse passen in das Bild, das die beiden Großbanken JPMorgan US46625H1005 und Wells Fargo US9497461015 bei der Vorlage ihrer Zahlen Ende vergangener Woche gezeichnet hatten. Beide konnten zum Teil auftretende SchwĂ€chen in anderen Bereichen kompensieren, dank guter Ergebnisse in den Sparten, die ihr Geld vor allem am Kapitalmarkt verdienen.

@ dpa.de | US0605051046 ERGEBNISSE