'Keine glĂŒckliche Art' - Kritik aus CDU an Klingbeil
23.10.2025 - 16:27:42Die LĂ€nder seien fĂŒr die vom Bund angedachte Senkung der Mehrwertsteuer fĂŒr die Gastronomie sowie fĂŒr die Erhöhung der Pendlerpauschale, sagte der CDU-Politiker in Mainz am Rande der MinisterprĂ€sidentenkonferenz. Aber es mĂŒsse das Verursacherprinzip gelten. Wer, wie der Bund, zu enormen SteuerausfĂ€llen beitrage, mĂŒsse eine Antwort darauf geben, wie er das kompensiere.
"Ich glaube, der Bundesfinanzminister sollte seine Energie lieber darauf verwenden, eine Lösung dafĂŒr zu finden, anstatt so etwas herbeizufĂŒhren wie ein Drohpotenzial", kritisierte Rhein. Das sei nach dem Motto: "Wenn ihr nicht mitmacht, bekommen die BĂŒrger diese Entlastungen nicht." Das sei der falsche Weg. "Das ist keine glĂŒckliche Art, mit den LĂ€ndern zu kommunizieren."
Kretschmer: Bund muss helfen
Klingbeil hatte nach der etwas höher als erwartet ausgefallenen SteuerschĂ€tzung gesagt, nun erst recht keinen Grund mehr dafĂŒr zu sehen, EinnahmeausfĂ€lle der LĂ€nder durch den Bund auszugleichen. "Ich glaube, dass spĂ€testens mit diesen Zahlen diese politische Debatte beendet sein wird", sagte der Vizekanzler in Berlin.
Dem widersprach auch der sÀchsische CDU-MinisterprÀsident Michael Kretschmer. Es seien Bundesgesetze gewesen, die viele Milliarden Euro an zusÀtzlichen Kosten auf die Kommunen abgewÀlzt hÀtten. Der Bund stehe in der Verantwortung. "Er muss da helfen", sagte Kretschmer in Mainz.
Woidke will Diskussion abwarten
Das Gegenteil sei aber vorgeschlagen. "Das kann nicht richtig sein", sagte Kretschmer. "Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit. Auch Herr Klingbeil sollte auf die BĂŒrgermeister und LandrĂ€te aus seiner Partei hören." Eine Lösung sei möglich - "aber mit Bockigkeit wird es nichts".
Klingbeils Parteikollege, Brandenburgs MinisterprĂ€sident, Dietmar Woidke, sagte in Mainz: "Wer bestellt, bezahlt, ist das richtige Prinzip." Brandenburg sei bereit, auch bei den geplanten Erleichterungen fĂŒr Gastronomie und Pendler einen Beitrag zu leisten. "Andere LĂ€nder sehen das ein bisschen anders, aber ich warte die Diskussion ab. NatĂŒrlich wĂŒrden wir uns freuen, wenn es eine Kompensation gĂ€be." Es dĂŒrfe jetzt aber keine langen Diskussionen geben.

