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18.06.2026 - 11:31:09 | dpa.dehkk-GeschÀftsbericht 2025: Preis-Leistungs-VerhÀltnis weiterhin attraktiv Bremen (ots) -
- Erstmals mehr als 1 Million Versicherte - Preisvorteil bleibt erhalten - hkk erweitert Vorstand - Beitragssatzstabilisierungsgesetz nicht ausreichend
Die hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse) hat ihren GeschĂ€ftsbericht ( http://www.hkk.de/geschaeftsbericht ) fĂŒr das Jahr 2025 veröffentlicht.
Im September stieg die Zahl der Versicherten erstmals auf ĂŒber 1 Million, insbesondere durch das attraktive Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis. Aktuell versichert die hkk deutschlandweit 1.009.000 Menschen (Stand Juni 2026). Mit einem Durchschnittsalter von rund 41 Jahren sind die hkk-Versicherten deutlich jĂŒnger als im Branchendurchschnitt (etwa 45 Jahre).
Preisvorteil bleibt erhalten
Mit einem Beitragssatz von aktuell 17,19 Prozent (inklusive 2,59 Prozent Zusatzbeitrag) zĂ€hlt die hkk zu den gĂŒnstigsten bundesweit wĂ€hlbaren Krankenkassen. Im Vergleich zu einer teuren Krankenkasse können hkk-Mitglieder je nach Verdiensthöhe bis zu 627 Euro pro Jahr sparen. "Der Beitragssatz der hkk wird auch in den nĂ€chsten Jahren ĂŒberdurchschnittlich attraktiv bleiben", sagt der hkk-Vorstandsvorsitzende Michael Lempe.
Jahresergebnis 2025
Die in Bremen ansĂ€ssige hkk erzielte im Jahr 2025 trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds einen Ăberschuss von 16,8 Millionen Euro. Die Einnahmen betrugen 3,508 Milliarden Euro - und lagen damit um rund 13,6 Prozent ĂŒber dem Vorjahreswert. Die Ausgaben stiegen um 8,2 Prozent auf 3,491 Milliarden Euro. Hauptursache hierfĂŒr waren - wie bereits im Vorjahr - deutlich gestiegene Leistungsausgaben.
Leistungsausgaben 2025
Die Leistungsausgaben lagen 2025 bei 3,363 Milliarden Euro und hatten damit einen Anteil von 96,3 Prozent an den Gesamtausgaben. GegenĂŒber dem Vorjahr stiegen die Leistungsausgaben je versicherter Person um durchschnittlich 8,3 Prozent. Der gröĂte Anteil entfiel auf den Bereich Krankenhausbehandlungen: plus 11,2 Prozent (rund 936,8 Millionen Euro). Grund dafĂŒr war u.a. der starke Anstieg der Pflegepersonalkosten, da die KrankenhĂ€user ihre Tarifsteigerungen komplett an die Krankenkassen zur Erstattung weiterreichen durften.
Mehr Mitarbeitende - Verwaltungskosten weiter gĂŒnstiger als der Durchschnitt
Die hkk konnte ihr Personal erneut ausbauen: 2025 schuf sie 70 zusÀtzliche sozialversicherungspflichtige ArbeitsplÀtze. In den letzten 10 Jahren hat sich die Mitarbeiterzahl auf rund 1.600 Menschen mehr als verdoppelt.
Im Jahr 2025 betrugen die Verwaltungskosten 105,60 Euro (+2,8 Prozent) je Versicherten. Damit lagen die Verwaltungskosten der hkk deutlich unter dem Branchenschnitt von 178,40 Euro (+4,7 Prozent). 2025 hat die hkk somit 72,7 Euro je Versicherten weniger Verwaltungsaufwand als der Durchschnitt aller gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Lempe: "Bezogen auf die GröĂe der hkk entspricht dies einem Kostenvorteil fĂŒr die hkk-Mitglieder von insgesamt rund 72 Millionen Euro und rĂ€umt mit dem Vorurteil auf, dass sich effiziente Verwaltungsstrukturen nur von sehr groĂen Organisationen erreichen lassen."
hkk erweitert Vorstand
Vor dem Hintergrund der steigenden Herausforderungen in der GKV hat die hkk zu Jahresbeginn 2026 mit Jessica Probst ihren Vorstand auf zwei Personen erweitert. Gemeinsam mit Lempe treibt sie die strategische Weiterentwicklung der hkk in einem zunehmend dynamischen Marktumfeld voran. Probst ist verantwortlich fĂŒr den operativen Betrieb der kundennahen Bereiche sowie das Personalressort. "Die hkk ist eine sehr erfolgreiche Wachstumskasse mit groĂem Potenzial. Ich freue mich, gemeinsam mit Michael Lempe, dem FĂŒhrungsteam und allen Mitarbeitenden den eingeschlagenen Erfolgskurs fortzusetzen und neue Chancen zu nutzen", sagt die Wirtschaftsmathematikerin. Die 42-JĂ€hrige bringt umfassende Erfahrung aus der Strategieberatung und Unternehmensentwicklung im Gesundheits- und Versicherungswesen mit.
Gesundheitspolitik: Finanzlage der GKV und SPV weiter unter Druck
Die finanzielle Lage der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) hat sich im Jahr 2025 weiter verschÀrft.
Erneut stiegen die Ausgaben - insbesondere fĂŒr Pflege, Arzneimittel und Krankenhausversorgung - stĂ€rker als die Einnahmen.
Die Belastung der Beitragszahlenden erreichte durch Beitragserhöhungen in historischer GröĂenordnung ein neues Rekordniveau. Die GKV-weit erwirtschafteten ĂberschĂŒsse in Höhe von rund 3,2 Mrd. Euro reichen trotz allem nicht aus, die RĂŒcklagen der Krankenkassen auf den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestwert anzuheben. Die Entwicklung macht deutlich, dass der Reformbedarf im Gesundheitswesen weiterhin groĂ ist und strukturelle Probleme ĂŒber Jahre nicht ausreichend angegangen wurden.
Mit dem im parlamentarischen Verfahren befindlichen Entwurf eines Beitragssatzstabilisierungsgesetzes wurde ein erster Schritt hin zu einer stĂ€rkeren Orientierung der Ausgaben an den verfĂŒgbaren Einnahmen eingeleitet, um weitere Beitragssatzsteigerungen zu begrenzen. "Die weiterhin notwendigen grundlegenden Strukturreformen im Gesundheitswesen und eine Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben der Krankenkassen durch Steuergeld ersetzt dies aber nicht", sagt Lempe.
Digitalisierung beschleunigen
Bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens sieht die hkk weiterhin groĂe Potenziale und beteiligt sich engagiert an den UmsetzungsaktivitĂ€ten. Nach der EinfĂŒhrung des eRezepts und der elektronischen Patientenakte (ePA) fĂŒr alle Versicherten Anfang 2025 kommt es nun darauf an, digitale Anwendungen stĂ€rker in die Versorgung zu integrieren und ihren Nutzen spĂŒrbar zu machen. Mit dem Entwurf eines Gesetzes fĂŒr Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen sind vielversprechende AnsĂ€tze, z.B. digitale ErsteinschĂ€tzung, digitale Ăberweisung und digitale Terminvermittlung auf den parlamentarischen Weg gebracht worden.
Die ePA ist mittlerweile vielen Versicherten bekannt, kann ihre StÀrken jedoch noch nicht vollstÀndig entfalten. Wichtige Funktionen und eine systematische Nutzung stehen teilweise noch aus. Parallel erschweren umfangreiche Registrierungs- und Authentifizierungsanforderungen den Zugang. Erste Mehrwerte - etwa im Medikamentenmanagement - werden sichtbar. Zudem sind Leistungserbringer inzwischen verpflichtet, relevante Informationen in die ePA einzustellen.
Die neue hkk-VorstĂ€ndin betont dabei die Bedeutung eines ausgewogenen Vorgehens: "Digitalisierung kann die Versorgung verbessern und Prozesse vereinfachen. Entscheidend ist, dass digitale Anwendungen im Alltag fĂŒr alle einfach nutzbar sind und gleichzeitig hohe Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit erfĂŒllen."
Der hkk-GeschÀftsbericht 2025 steht zum Download unter http://www.hkk.de/ueber-uns/geschaeftsberichte
Ansprechpartner fĂŒr die Presse:
hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse), Martinistr. 26, 28195 Bremen Gabriele Nottelmann Tel.: 0421.3655 1006 Holm Ay Tel.: 0421.3655 2075 E-Mail: mailto:presse@hkk.de; Internet: http://www.hkk.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/73968/6297032 OTS: hkk Krankenkasse
