Hohe Treibstoffpreise belasten deutsche Fischerei
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 06:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Die Fischereibetriebe mĂŒssen vor der Fangreise kalkulieren, ob bei einer Fangfahrt die Kosten höher sein werden als die möglichen Erlöse, und dann wird entschieden, ob sie ĂŒberhaupt losfahren", sagte der Sprecher des Deutschen Fischerei-Verbands. GegenwĂ€rtig blieben Kutter im Hafen, weil sich eine Fahrt nicht rentiere.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat Beihilfen angekĂŒndigt, um die Betriebe anlĂ€sslich der Kostensteigerung zu entlasten. Fischer an Nord- und Ostsee können rĂŒckwirkend bis zu 50.000 Euro beantragen. Insgesamt stehen 4,5 Millionen Euro bereit. Die EU hat die Hilfen gebilligt.
Der Sprecher des Verbands aus Hamburg sagte, die Fischer könnten die Kosten nicht eins zu eins an die Verbraucher weitergeben. Die Beihilfen des Ministeriums mĂŒssten nachgebessert werden, Krabbenfischer brauchten diese in wenigen Wochen auf. "Die Hilfen sind ein Tropfen auf den heiĂen Stein."
FĂŒr die Fischer sind dem Verband zufolge vor allem die Preise von Marinegasöl relevant. Die Preise des Treibstoffs hĂ€tten sich seit Jahresbeginn verdoppelt.
Die Preise von Erdöl, Erdölprodukten und Erdgas sind nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar gestiegen. ProduktionsstĂ€tten sind wĂ€hrend des Kriegs beschĂ€digt worden und Lieferketten ĂŒber See und Land sind gestört.
