Honeywell Aktie: Organischer Umsatz sinkt 6 Prozent
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 04:45 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Honeywell Technologies steht am Wendepunkt. Nach der Abspaltung der Aerospace-Sparte konzentriert sich der Konzern vollständig auf die Industrieautomation. Erste Zahlen zeigen nun: Der Weg zum spezialisierten Technologieriesen ist steiniger als gedacht.
Umsatzschwund im Kerngeschäft
Das Segment Process Automation and Technology schwächelt. Im ersten Quartal 2026 sank der organische Umsatz um sechs Prozent. Besonders das Aftermarket-Geschäft belastet die Bilanz mit einem organischen Minus von zehn Prozent.
Projektverzögerungen und schwache Auslieferungen von Raffinerie-Katalysatoren bremsen das Wachstum. Parallel dazu belasten geopolitische Spannungen im Nahen Osten das Geschäft. Das Management rechnet dort mit einem anhaltenden Nachfragerückgang. Dieser dürfte den Spartenumsatz im kommenden Quartal um etwa ein Prozent drücken.
Umbau und neue Prognose
Strukturell hat sich Honeywell radikal verändert. Nach dem Spin-off Ende Juni folgte eine Aktienzusammenlegung im Verhältnis 1 zu 2. Die Zahl der ausstehenden Aktien halbierte sich dadurch auf etwa 317 Millionen Stück.
Die Jahresprognose wurde an die neue Kapitalstruktur angepasst. Honeywell erwartet nun einen bereinigten Gewinn zwischen 7,90 und 8,30 US-Dollar je Aktie. Der Jahresumsatz soll stabil zwischen 19,9 und 20,2 Milliarden US-Dollar liegen.
Für das reine Automationsgeschäft plant der Vorstand mit einem organischen Wachstum von zwei bis drei Prozent. An der Börse liegt das Augenmerk nun auf der Widerstandsfähigkeit des schlankeren Konzerns. Trotz der aktuellen Segmentschwäche stiegen die Aufträge in der Petrochemie zuletzt an. Dies deutet auf eine solide Nachfrage in langfristigen Industriezyklen hin.
Ende Juli veröffentlicht Honeywell die Ergebnisse für das zweite Quartal. Es wird der erste Bericht sein, der die Performance ohne den stabilisierenden Einfluss des ehemaligen Luftfahrtgeschäfts zeigt.
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