IBM Aktie: 5,54 Prozent Minus nach Quantinuum-IPO
06.06.2026 - 01:50:02 | boerse-global.de
GroĂe Fortschritte im Quantencomputing, doch die Aktie fĂ€llt. Bei IBM klaffen strategische Erfolge und BörsenrealitĂ€t weit auseinander.
Am Freitag verlor das Papier 5,54 Prozent auf 246,20 Euro. Das entspricht einem Abschlag von knapp 16 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 292,85 Euro, das erst Anfang Juni erreicht wurde. Die 30-Tage-VolatilitĂ€t liegt bei 66,72 Prozent â ein Zeichen fĂŒr die hohe Unsicherheit der Anleger.
Quantinuum-IPO: Milliardendeal mit verhaltenem DebĂŒt
Der Auslöser: Am 5. Juni 2026 ging Quantinuum an die Nasdaq. Das Unternehmen, eine Partnerschaft von Honeywell und IBM, sammelte 1,68 Milliarden Dollar ein. Die Bewertung liegt bei rund 16 Milliarden Dollar.
Doch der erste Handelstag verlief ernĂŒchternd. Der Kurs blieb nahe am Ausgabepreis. Analysten sehen darin kein Zeichen der SchwĂ€che â wohl aber eine Belastung fĂŒr die Mutterkonzerne. Der breite Tech-Sektor gab am Freitag nach, was IBM zusĂ€tzlich unter Druck setzte.
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10 Milliarden fĂŒr Quantencomputer
Drei Tage vor dem IPO hatte IBM ein milliardenschweres Investment angekĂŒndigt. Mehr als 10 Milliarden Dollar flieĂen in den nĂ€chsten fĂŒnf Jahren in die Quantensparte. Das Geld ist fĂŒr Forschung, Fertigung und ZukĂ€ufe vorgesehen.
Zentrales Projekt: der erste fehlertolerante Quantencomputer. Das System âQuantum Starling" soll 2029 mit 200 logischen Qubits starten. âQuantum Blue Jay" soll spĂ€ter 2.000 Qubits und eine Milliarde Operationen erreichen.
Staatsmilliarden fĂŒr neue Chip-Fabrik
Parallel dazu sicherte sich IBM staatliche UnterstĂŒtzung. Das US-Handelsministerium gewĂ€hrte im Rahmen des CHIPS Act eine Milliarde Dollar fĂŒr den Bau einer Quanten-Foundry in Albany, New York. IBM verdoppelt die Summe auf zwei Milliarden Dollar.
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Ziel ist die heimische Produktion der Spezialchips, die fĂŒr Quantencomputer nötig sind. Ein strategischer Schritt, um internationalen Wettbewerbern die Stirn zu bieten.
Trotz aller Fortschritte bleiben die Anleger vorsichtig. Die 10-Milliarden-Investition bindet enormes Kapital, wĂ€hrend Renditen frĂŒhestens Ende des Jahrzehnts greifbar werden. Die Aktie notiert noch knapp 17 Prozent ĂŒber ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 210,69 Euro â ob das reicht, um weiteres Abrutschen zu verhindern, werden die kommenden Wochen zeigen.
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