IG Metall fordert von Audi Perspektiven fĂŒr Neckarsulm
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 09:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Dort (in den USA) werden Investitionen verkĂŒndet, wĂ€hrend hier BeschĂ€ftigte um ArbeitsplĂ€tze bangen", kritisierte IG-Metall-Chefin Christiane Benner im ZDF-"Morgenmagazin". Sie kĂŒndigte an, jetzt massiv darauf zu drĂ€ngen, "dass wir Perspektiven vom Vorstand bekommen fĂŒr die Standorte und auch fĂŒr den Standort Neckarsulm".
Der deutsche Autobauer hatte am Wochenende auf einer Wahlkampfveranstaltung von US-PrÀsident Trump den Bau eines neuen SUV-Werks in den USA bekanntgemacht. Rund 4.500 ArbeitsplÀtze sollen im Bundesstaat Georgia entstehen.
"Massiv verÀrgert und auch verunsichert"
Döllner argumentierte spĂ€ter angesichts massiver Kritik in einem Brief an die Mitarbeiter, ein stĂ€rkeres US-GeschĂ€ft sei "keine Entscheidung gegen Deutschland, sondern ein wichtiger Beitrag zur globalen WettbewerbsfĂ€higkeit von Audi". Benner sagte dazu: "Na, wenn das so ist, dass das keine Entscheidung gegen Deutschland ist, dann kann das jetzt ja in Zusagen umgemĂŒnzt werden fĂŒr die BeschĂ€ftigten."
Die Gewerkschaftsvorsitzende bekrÀftigte ihre Kritik an dem Auftritt Döllners an der Seite Trumps und sagte, dieser habe die BeschÀftigten "massiv verÀrgert und auch verunsichert". "Das ist ein PrÀsident, der hat ja mit seiner Zollpolitik auch mit dazu beigetragen, dass die Situation in der deutschen Automobilindustrie und unter anderem auch in den deutschen Werken so ist, wie sie ist."
Der Mutterkonzern VW DE0007664039 hatte Anfang September 2026 einen Sparplan beschlossen, der dem baden-wĂŒrttembergischen Standort Neckarsulm noch ein Jahr Zeit gibt, ein tragfĂ€higes Konzept vorzulegen, um die Kosten zu senken. Sonst droht dem Werk die Stilllegung. Sollte Audi das Werk dichtmachen, rechnen Wirtschaftsexperten mit dem Verlust von etwa 50.000 ArbeitsplĂ€tzen in der Region.
