IG Metall: Rechte von BetriebsrÀten nicht schleifen
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 13:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Wer BetriebsrÀte und ihre Rechte als ein Nice-to-have oder gar als lÀstig darstellt, provoziert unseren erbitterten Widerstand", erklÀrt der Mitbestimmungsvorstand André Arenz.
Deutschlands mĂ€chtigste Gewerkschaft reagiert auf ĂuĂerungen von Arbeitgeber-PrĂ€sident Rainer Dulger und ein Arbeitspapier aus dessen Bundesvereinigung der Deutschen ArbeitgeberverbĂ€nde (BDA). Darin wird eine Reform des Betriebsverfassungsgesetzes verlangt, um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Mitbestimmungsrechte mĂŒssten dafĂŒr eingeschrĂ€nkt oder gar abgeschafft werden. "FĂŒr Unternehmen muss möglich werden, dringende Entscheidungen zu treffen, ohne erst einen Spruch der Einigungsstelle abwarten zu mĂŒssen", hatte Dulger erklĂ€rt.
Keine einsamen Entscheidungen
Gewerkschafter Arenz hĂ€lt dagegen: BetriebsrĂ€te seien keine Last, sondern ein Gewinn auch fĂŒr den wirtschaftlichen Erfolg. "Mitbestimmte Unternehmen leisten bessere Arbeit und sind nachweislich zukunftsfĂ€higer", zeigt sich der Gewerkschafter ĂŒberzeugt. Es sei Aufgabe der BetriebsrĂ€te, die Gesundheit der BeschĂ€ftigten zu schĂŒtzen und Gerechtigkeit bei den Arbeitsbedingungen herzustellen. Einsame Entscheidungen des Managements auf dem RĂŒcken der BeschĂ€ftigten wĂŒrden so unmöglich.
Die BetriebsrĂ€te kĂ€mpften tĂ€glich fĂŒr den Zusammenhalt in den Betrieben durch Mitbestimmung und damit fĂŒr den Erhalt der Demokratie, fĂŒhrte Arenz aus. "Wer bei BeschĂ€ftigten-Rechten zĂŒndelt, riskiert, dass der ganze Baum in Brand gerĂ€t."
Die Gewerkschaft tritt fĂŒr ein moderneres Betriebsverfassungsgesetz und einfachere Betriebsratswahlen ein. Die Mitbestimmung mĂŒsse aber ausgebaut und nicht geschliffen werden.
