Metall, GehÀlter

IG Metall: VW plant GehÀlter bis 2030 einzufrieren

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 10:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
VW DE0007664039-BeschÀftigten drohen nach Darstellung der Industriegewerkschaft Metall jahrelange Nullrunden beim Gehalt.

Es gebe PlĂ€ne, die GehĂ€lter der weltweit mehr als 660.000 BeschĂ€ftigten bis 2030 einzufrieren, schreibt die IG Metall in einer Mitteilung auf ihrer Website. Zuvor hatte die "SĂŒddeutsche Zeitung" darĂŒber berichtet.

"Der EuropĂ€ische- und Weltkonzernbetriebsrat (E/WKBR) informierte heute im Intranet die Belegschaften ĂŒber das Vorhaben des Konzernvorstandes", heißt es in der Mitteilung. Der Konzernvorstand habe "die Personalverantwortlichen weltweit zu "Nullrunden bis 2030" angewiesen, also dazu, das aktuelle Tarifniveau einzufrieren und jegliche Entgelterhöhungen auszusetzen". Diese neue Vorgabe sei bereits gĂŒltig, sie greife seit Anfang Oktober.

Der VW-Konzern breche damit mit der bisherigen Praxis, die in den weltweiten Personalkostenbudgets stets einen Inflationsausgleich vorgesehen und zudem laufend tarifliche Entgelterhöhungen einkalkuliert habe, kritisierte die IG Metall. Die Gewerkschaft befĂŒrchtet Reallohnverluste von mindestens zehn Prozent, sollte die PlĂ€ne verwirklicht werden.

Tarifverhandlungen beginnen

Im Volkswagen DE0007664039-Konzern beginnen voraussichtlich Ende November die Verhandlungen ĂŒber einen neuen Tarifvertrag. Verhandelt wird laut IG Metall sowohl ĂŒber den VW-Haustarif als auch ĂŒber den FlĂ€chentarif der Metall- und Elektroindustrie, der unter anderem fĂŒr Audi, MAN und Porsche greift. Die Gewerkschaft fordert fĂŒnf Prozent mehr Geld.

Der EuropĂ€ische- und Weltkonzernbetriebsrat nannte das Vorgehen des Konzerns absurd und verwies auf eine bisher fehlende Positionierung der Arbeitgeberseite fĂŒr die Tarifverhandlungen. Die BetriebsrĂ€te erinnerten daran, dass die Personalkosten nur einen Bruchteil der Umsatzkosten ausmachten. Eine Stellungnahme von Volkswagen lag zunĂ€chst nicht vor.

Konzern steckt in riesigem Umbruch

Erst vor knapp einem Monat hatte Volkswagen fast alle TarifvertrĂ€ge vor den jetzt anstehenden Verhandlungen gekĂŒndigt. Der Konzernvorstand will in den kommenden Jahren weltweit 50.000 Stellen streichen - zusĂ€tzlich zu bisherigen AbbauplĂ€nen im Konzern. Konkrete Programme mĂŒssen aber erst mit den Arbeitnehmern ausgehandelt werden. DarĂŒber hinaus ist die Zukunft der VW-Werke in Emden, Hannover und Zwickau sowie des Audi-Standorts Neckarsulm ĂŒber die Jahre 2031 bis 2034 hinaus offen.

Bereits bei den Tarifverhandlungen 2024 hatten es neben Stellenstreichungen eine Nullrunde fĂŒr 130.000 VW-BeschĂ€ftigte gegeben. Analog zum Abschluss in der Metall- und Elektroindustrie fließt ein Gehaltsplus von fĂŒnf Prozent in zwei Stufen in einen Fonds und nicht auf die Konten der Angestellten/xma/DP/stk

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