IHK-Warnung: Neue Phishing-Welle nutzt Compliance-Druck aus
26.01.2026 - 17:33:12Eine hochprofessionelle Phishing-Welle zielt gezielt auf deutsche Unternehmen ab. Die Industrie- und Handelskammern warnen vor betrügerischen E-Mails, die mit fingierten Compliance-Prüfungen sensible Daten abgreifen wollen.
Die Angreifer nutzen geschickt den wachsenden regulatorischen Druck auf Firmen aus. Unter dem Vorwand offizieller IHK-Prüfungen fordern sie seit Anfang Januar 2026 Unternehmensdaten und sogar Bankzugänge an. Sie drohen mit empfindlichen Strafen, um ihre Opfer gefügig zu machen. Für Unternehmen entsteht so nicht nur ein finanzielles, sondern auch ein erhebliches rechtliches Risiko – vor allem im Hinblick auf die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
So funktioniert die neue Betrugsmasche
Die Täter gehen mit bemerkenswerter Raffinesse vor. Eine gängige Masche sind E-Mails mit Betreffzeilen wie „Jährliche Prüfung der registrierten Unternehmensdaten“. Darin wird behauptet, eine neue gesetzliche Vorgabe verpflichte zu einer jährlichen Datenüberprüfung. Bei Nichtbeachtung drohen die Absender mit der Löschung aus dem IHK-Register oder einem Verwarnungsgeld von bis zu 985 Euro.
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Eine besonders gefährliche Variante zielt direkt auf Finanzdaten ab. Hier verschicken die Kriminellen E-Mails, die das Branding einer bekannten deutschen Großbank imitieren und angeblich von der IHK Berlin stammen. Die Empfänger werden aufgefordert, ihre Online-Banking-Zugangsdaten zu „bestätigen“. Die IHKs betonen: Sie fragen niemals Passwörter oder Bankinformationen per E-Mail ab. Ein verräterisches Indiz ist stets eine Absenderadresse, die nicht auf der offiziellen IHK-Domain endet.
Compliance in Gefahr: Mehr als nur ein Datenleck
Die Folgen eines erfolgreichen Angriffs reichen weit über den finanziellen Schaden hinaus. Die Weitergabe von Daten an Unbefugte stellt einen klaren DSGVO-Verstoß dar und kann zu hohen Bußgeldern führen. Zudem wird das Vertrauen von Kunden und Partnern nachhaltig beschädigt.
Die Angriffe treffen die Wirtschaft in einer sensiblen Phase. Die bevorstehende nationale Umsetzung der EU-Richtlinie NIS-2 wird die Meldepflichten bei Sicherheitsvorfällen verschärfen und die Geschäftsführung stärker in die Haftung nehmen. Die aktuelle Phishing-Welle unterstreicht die Dringlichkeit, interne Sicherheitsprozesse zu überprüfen und zu stärken.
So können sich Unternehmen schützen
Experten raten zu einer Kombination aus Technologie und Mitarbeitersensibilisierung. Der Mensch bleibt die erste Verteidigungslinie. Regelmäßige Schulungen sind essenziell, um typische Merkmale wie unpersönliche Anreden, Grammatikfehler oder unüblichen Zeitdruck zu erkennen.
Zu den grundlegenden Schutzmaßnahmen gehören:
* Keine Links anklicken: Klicken Sie niemals auf Links in verdächtigen E-Mails.
* Absender prüfen: Überprüfen Sie die E-Mail-Adresse genau. Im Zweifel kontaktieren Sie die IHK über eine bekannte, offizielle Telefonnummer.
* Technik nutzen: Moderne Spam-Filter, Firewalls und Antivirensoftware sind Pflicht. Aktivieren Sie, wo immer möglich, die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).
* Prozesse etablieren: Führen Sie klare Freigabeprozesse für Datenänderungen oder Zahlungen ein, die eine Verifizierung über einen zweiten Kanal erfordern.
Teil eines größeren Trends
Die IHK-Warnungen sind kein Einzelfall. Sie passen in eine Serie von Cyberangriffen zu Beginn des Jahres 2026. Parallel laufen massive Phishing-Kampagnen gegen Bankkunden und SMS-Betrug (Smishing) gegen PayPal-Nutzer. Kriminelle streuen ihre Angriffe breit und setzen stets auf psychologische Manipulation. Die IT-Sicherheitslage in Deutschland bleibt nach Einschätzung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) angespannt.
KI wird die Bedrohung verschärfen
Sicherheitsexperten blicken mit Sorge in die Zukunft. Der Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz (KI) wird die Qualität von Phishing-Attacken auf ein neues Niveau heben. KI kann personalisierte, sprachlich perfekte E-Mails generieren, die von echten Nachrichten kaum zu unterscheiden sind. Für Unternehmen wird die Investition in adaptive Sicherheitssysteme und die kontinuierliche Mitarbeiterschulung damit zum überlebenswichtigen Faktor.
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