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WDH/ Aktien Frankfurt: Anleger machen Kasse - Risiken stÀrker im Fokus

02.09.2025 - 15:18:11 | dpa.de

(Im 5. Absatz, 1. Satz, wurde der Wochentag gestrichen.)FRANKFURT - Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag unter Druck geraten.

(Im 5. Absatz, 1. Satz, wurde der Wochentag gestrichen.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag unter Druck geraten. Der Dax DE0008469008 rutschte deutlich unter die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten, die er erst tags zuvor wieder ĂŒberwunden hatte. Die Anleger werden angesichts der erreichten Kurshöhen bei zugleich hohen Risiken vorsichtiger. Zudem werden nach einem feiertagsbedingt verlĂ€ngerten Wochenende die US-Börsen zum Handelsstart schwach erwartet.

Am Markt wurde außerdem auf steigende Zinsen sowie Sorgen rund um Frankreich verwiesen. Vor allem die Verschuldung des französischen Staates bereite den FinanzmĂ€rkten zunehmend Sorgen, sagte Volkswirt Andrzej Szczepaniak von der Bank Nomura.

Am Nachmittag gab der deutsche Leitindex um 2,0 Prozent auf 23.555 Punkte nach und sackte damit nun auch deutlich unter die 100-Tage-Linie. Sie ist ein mittelfristiger Trendindikator und verlĂ€uft aktuell bei etwas ĂŒber 23.660 Punkten. Mehrere kurz- und mittelfristige Trendlinien waren bereits in der vergangenen Woche nach unten hin durchbrochen worden.

Der MDax DE0008467416 fiel am Dienstagnachmittag unter 30.000 Punkte. Zuletzt verlor der Index der mittelgroßen Unternehmen 2,7 Prozent auf 29.632 ZĂ€hler.

Mit Blick auf die Staatsanleihen erreichte die Rendite 30-jĂ€hriger Bundesanleihen den höchsten Stand seit 2011. In den USA stieg die Rendite der 30-jĂ€hrigen Bonds ebenfalls krĂ€ftig und britische Staatsanleihen kletterten auf den höchsten Stand seit 27 Jahren. Steigende Zinsen bedeuteten zugleich auch höhere Finanzierungskosten, erklĂ€rte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Und die schlĂŒgen dann in der Folge direkt auf die Gewinne der Unternehmen durch. In Frankreich liegt die Rendite der richtungsweisenden 10-jĂ€hrigen Anleihen aktuell ĂŒber der griechischen.

Sorgen umtreibt die Anleger außerdem hinsichtlich des Machtkampfs rund um die US-Notenbank und deren weiteres geldpolitisches Vorgehen. Die Auswirkungen der Zollpolitik des US-PrĂ€sidenten verunsichern ebenfalls. "Es bilden sich derzeit viele neue Risikocluster aus, die noch fĂŒr erhebliche Schwankungen an den FinanzmĂ€rkten sorgen könnten", warnt Marktexperte Andreas Lipkow.

Unter den Einzelwerten bĂŒĂŸte im Dax die FMC-Aktie DE0005785802 als Schlusslicht 5,3 Prozent ein. Eine Verkaufsempfehlung durch die Schweizer Großbank UBS belastete. Analyst Graham Doyle verwies auf strukturelle Risiken hinsichtlich der GeschĂ€ftsentwicklung in den USA und die Gefahr sinkender KonsensschĂ€tzungen fĂŒr das operative Ergebnis.

Siemens DE0007236101 gaben um 3,9 Prozent nach und litten unter einer Abstufung durch Bernstein Research auf "Market-Perform". Analyst Nicholas Green begrĂŒndete seinen Schritt mit den krĂ€ftigen Kursgewinnen der Aktie in den vergangenen Jahren. Commerzbank DE000CBK1001, von Morgan Stanley abgestuft auf "Equal-weight", verloren 2,9 Prozent. Auf dem aktuellen Bewertungsniveau seien zunĂ€chst weitere Fortschritte im Businessplan der Frankfurter nötig, schrieb Analyst Alvaro Serrano.

Einen heftigen Kurseinbruch von fast einem Drittel erlitten im SDax DE0009653386 SMA Solar DE000A0DJ6J9. Der Hersteller von Wechselrichtern fĂŒr Photovoltaikanlagen senkte seine Prognose fĂŒr das laufende Jahr und erwartet nun einen operativen Verlust. Die bereits eingeleiteten RestrukturierungsbemĂŒhen sollen nochmals verschĂ€rft werden.

Dass der Motorenbauer Deutz DE0006305006 mit dem geplanten Kauf der Sobek Group, einem Antriebsspezialisten fĂŒr Drohnen, sein noch kleines GeschĂ€ft im RĂŒstungsmarkt ausbaut, kam dagegen gut an. Das Papier legte als einziges der 70 SDax-Wert zu. Es stieg um 3,7 Prozent./ck/mis/jha/

--- Von Claudia MĂŒller, dpa-AFX ---

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