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Aktien Frankfurt: Weihnachtliche Stille im Dax

22.12.2023 - 12:01:18

Im Dax DE0008469008 hat sich nach einer zÀh verlaufenen Vorweihnachtswoche auch am Freitag nicht mehr viel getan.

Der deutsche Leitindex kam bis zum Mittag kaum vom Fleck und notierte zuletzt 0,04 Prozent tiefer bei 16 680,14 Punkten. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen verlor etwas deutlicher mit minus 0,99 Prozent auf 26 949,88 ZĂ€hler, hier belasteten hohe Verluste unter anderem bei Schwergewicht Puma. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gab 0,26 Prozent auf 4513,14 Punkte nach.

Bereits in den vergangenen Handelstagen hatten es die Anleger hierzulande eher ruhig angehen lassen. Aktuell steuert der Dax auf ein kleines Minus fĂŒr die zurĂŒckliegende Woche zu - es wĂ€re die zweite Woche mit leichten Verlusten nach der im Oktober begonnenen Rally. Seitdem das Börsenbarometer Mitte Dezember seinen Rekord bei 17 003 ZĂ€hlern erreicht hatte und dann leicht zurĂŒckgefallen war, hat sich unter dem Strich kaum noch etwas verĂ€ndert.

Das liegt auch daran, dass viele Marktteilnehmer bereits ihre BĂŒcher geschlossen haben und in den Urlaub gegangen sind. Und zum Jahresende hin dĂŒrfte das Börsengeschehen noch weiter zur Ruhe kommen. "Die Ernte ist eingefahren", schrieb der Analyst Holger Struck von HS Livetrading.

Viele Anleger hatten hierzulande bei der Aktienauswahl kurz vor dem Jahresschluss solche Titel im Visier, die 2023 bisher entweder sehr gut oder sehr schlecht gelaufen sind. Bei den ĂŒbrigen Einzelwerten stachen die Sportartikelhersteller nach enttĂ€uschenden Nachrichten des US-Konkurrenten Nike US6541061031 mit deutlichen AbschlĂ€gen hervor. Adidas DE000A1EWWW0-Anteile verloren gut sechs Prozent, mit einem Ă€hnlich hohen Minus bildeten Puma-Papiere DE0006969603 das Schlusslicht im MDax.

Bei Nike war das bis Ende November gelaufene GeschÀftsquartal unerwartet schwach verlaufen. Zudem hatte das Management der Amerikaner am Vortag mit seiner Prognose zur weiteren Umsatzentwicklung geschockt. Analyst Matthew Boss von JPMorgan merkte an, der Absatz auf den immer wichtiger werdenden digitalen VertriebskanÀlen sei von PreisnachlÀssen und Kaufanreizen geprÀgt.

Letzteres dĂŒrfte auch die Kurse von Online-ModehĂ€ndlern belasten. Im Dax waren Zalando DE000ZAL1111 mit minus 6,4 Prozent der grĂ¶ĂŸte Verlierer noch vor Adidas. Im vorderen Bereich setzten derweil Anteile der Deutschen Telekom DE0005557508 ihre Erholung vom kĂŒrzlich erreichten Vierwochentief mit plus 0,6 Prozent fort.

Ebenfalls mit Nachrichten im Fokus standen die Papiere von Klöckner & Co DE000KC01000, sie kletterten um 1,6 Prozent. Anleger hießen damit die PlĂ€ne des StahlhĂ€ndlers willkommen, der sich von Teilen seines VertriebsgeschĂ€fts in Europa trennen will. Das Unternehmen kĂŒndigte den Verkauf von vier Landesgesellschaften nach Spanien an, die zuletzt operative Verluste geschrieben hatten. Die Transaktion soll voraussichtlich ab dem GeschĂ€ftsjahr 2024 einen deutlich positiven Einfluss auf bereinigte Betriebsergebnis haben./tav/jha/

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---

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