Streit um US-Wahlkreise: Texas erzielt Erfolg vor Supreme Court
22.11.2025 - 10:03:46 | dpa.deDer Supreme Court setzte eine einstweilige VerfĂŒgung eines unteren Gerichts bis auf Weiteres auĂer Kraft. Das Gericht in Texas hatte vorlĂ€ufig verboten, die im Sommer beschlossene WahlkreisĂ€nderung in dem republikanisch regierten Bundesstaat als Grundlage fĂŒr die Kongresswahlen 2026 zu nehmen. Die Anordnung des Supreme Courts gilt so lange, bis es weitere Entscheidungen in dem Fall gibt.
Hintergrund des neuen Zuschnitts: Die Republikaner - die Partei von US-PrĂ€sident Donald Trump - wollen sich in eine bessere Ausgangslage fĂŒr die Wahlen im nĂ€chsten Jahr bringen. Zwar verfĂŒgen sie in beiden Kammern des Kongresses - dem Senat und ReprĂ€sentantenhaus - ĂŒber die Mehrheit. Allerdings haben sie nur wenige Mandate mehr als die Demokraten und fĂŒrchten deshalb eine Ănderung der MachtverhĂ€ltnisse, wenn bei den sogenannten Midterms im November 2026 alle 435 Sitze im ReprĂ€sentantenhaus und ein Teil der Sitze im Senat neu vergeben werden.
Ende August unterzeichnete der texanische Gouverneur Greg Abbott ein Gesetz zum Neuzuschnitt der Wahlkreise, von dem sich seine Republikaner bis zu fĂŒnf zusĂ€tzliche Sitze im ReprĂ€sentantenhaus versprechen.
Beim gezielten Zuschneiden von Wahlkreisen - in den USA als "Gerrymandering" bekannt - werden deren Grenzen so gezogen, dass eine Partei viele eigene Stimmen bĂŒndelt und die der Gegenseite zersplittert. Dadurch kann sie mehr Sitze gewinnen, selbst wenn sie insgesamt nicht mehr Stimmen erhĂ€lt. Beide Parteien nutzen diese Taktik, um sich bei Wahlen systematisch Vorteile zu verschaffen, wobei sich der Streit ĂŒber dieses Instrument unter Trumps Regierung nochmals verschĂ€rft hat.
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