Grönland: US-Regierung droht DÀnen mit MilitÀreinsatz
07.01.2026 - 06:10:37"Der PrĂ€sident und sein Team erörtern eine Reihe von Optionen, um dieses wichtige auĂenpolitische Ziel zu erreichen, und selbstverstĂ€ndlich steht dem Oberbefehlshaber der Einsatz des US-MilitĂ€rs jederzeit als Option zur VerfĂŒgung", teilte Regierungssprecherin Karoline Leavitt mit. Konkreter wurde sie nicht.
Trump habe deutlich gemacht, dass es "eine nationale SicherheitsprioritĂ€t der Vereinigten Staaten" sei, Grönland unter die Kontrolle der USA zu bringen, hieĂ es weiter von Leavitt. Die Kontrolle ĂŒber Grönland sei entscheidend, "um unsere Gegner in der Arktis abzuschrecken".
Trump verweist auf China und Russland
Vor Weihnachten hatte Trump bei den Grönland-BesitzansprĂŒchen auch auf China und Russland verwiesen. Der US-PrĂ€sident hatte gesagt, wenn man sich Grönland entlang der KĂŒste anschaue, sehe man ĂŒberall russische und chinesische Schiffe. Es gehe nicht um Mineralien oder Ăl, davon habe die USA selbst genug.
Trump hatte bereits 2019 in seiner ersten Amtszeit einen Besitzanspruch auf Grönland geĂ€uĂert. Die DĂ€nen hatten zunĂ€chst an einen Scherz geglaubt. Seitdem hat der US-PrĂ€sident seine AnsprĂŒche auf die Arktisinsel mehrfach erneuert und dabei auch militĂ€rische Gewalt nicht ausgeschlossen, um Grönland unter seine Kontrolle zu bringen.
Trump hatte Fokus auf Grönland gelegt
Trump hatte in den vergangenen Tagen in Interviews bekrĂ€ftigt, die USA brĂ€uchten Grönland fĂŒr die nationale Sicherheit. Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller bezeichnete den US-Anspruch sogar als "offizielle Position der US-Regierung". Beide ĂuĂerungen folgten auf den US-MilitĂ€reinsatz in Venezuela und die weltweite Sorge, Trump wĂŒrde seinen Blick nun auch auf weitere Regionen werfen.
Grönland war bis 1953 eine Kolonie DĂ€nemarks, hat aber seit 1979 immer gröĂere Selbstverwaltungsrechte erhalten und ist inzwischen weitgehend autonom. Ăber Bereiche wie AuĂen- und Verteidigungspolitik entscheidet weiter DĂ€nemark - durch die Anbindung an das Königreich ist Grönland auch Teil der Nato. Ein groĂer Teil der rund 57.000 GrönlĂ€nder wĂŒnscht sich die vollstĂ€ndige UnabhĂ€ngigkeit von DĂ€nemark.

