EU und China wollen Konflikte entschÀrfen - Zusage von Wang
29.06.2026 - 19:46:40 | dpa.deEU-Handelskommissar Maros Sefcovic sagte in BrĂŒssel nach GesprĂ€chen mit Chinas Handelsminister Wang Wentao, dieser habe zugesichert, dass die bestehenden Exportkontrollen die Lieferketten der EU nicht beeintrĂ€chtigen wĂŒrden. Beide Seiten starteten zudem neue Handels- und Investitionskonsultationen, um auch grundlegende Handelskonflikte zu entschĂ€rfen.
Die Exportkontrollen fĂŒr seltene Erden und leistungsstarke Magnete hatte China nach Zoll-Entscheidungen von US-PrĂ€sident Donald Trump eingefĂŒhrt. Die MaĂnahme trifft aber auch deutsche und andere europĂ€ische Unternehmen. Seltene Erden stecken etwa in Bildschirmen von Smartphones oder Fernsehern, aber auch in den Antrieben fĂŒr Elektromotoren, Halbleitern oder Turbinen.
EU und China wollen Handelskrieg verhindern
In den am Montag gestarteten Handels- und Investitionskonsultationen (Tic) wollen China und die EU laut einer gemeinsamen ErklĂ€rung von Sefcovic und Wang nach praktischen Lösungen fĂŒr die aktuellen Herausforderungen suchen. Dazu soll es konkrete Arbeiten zu den Themen Ausgewogenheit von Handel und Investitionen, Exportkontrollen, geistige Eigentumsrechte und eine Reform der Welthandelsorganisation (WTO) geben.
Sefcovic erklĂ€rte, die Handelsbeziehungen mĂŒssten ausgewogener werden. Chinas Exporte in die EU stiegen weiter, wĂ€hrend der Marktanteil europĂ€ischer Unternehmen in China schrumpfe. "Dieser Trend ist nicht nachhaltig, und der Status quo ist keine Option", sagte er.
Gemeinsamer Ăberwachungsmechanismus
Der Zeitplan sieht nach seinen Angaben vor, dass bis Oktober dieses Jahres konkrete Ergebnisse geliefert werden sollen. Er werde dann im Herbst nach Peking reisen, um die Fortschritte zu bewerten, sagte Sefcovic. In der EU wurden zuletzt unter anderem neue Zusatzzölle auf Importe aus China erwogen, sollte es in den Handelskonflikten zu keiner AnnÀherung kommen.
Um den Austausch relevanter Daten zu ermöglichen und Handelsströme zu beobachten, vereinbarten beide Seiten, einen gemeinsamen Ăberwachungsmechanismus einzurichten. Dieser soll demnach auch die Transparenz verbessern.
