Zusammenfassung, Arbeit

Erneut Warnstreik bei Lufthansa - Passagiere nicht betroffen

28.02.2024 - 12:15:22 | dpa.de

Im Tarifkonflikt des Lufthansa DE0008232125-Bodenpersonals erhöht die Gewerkschaft Verdi mit einem dreitÀgigen Warnstreik den Druck.

PassagierflĂŒge sollen von dem Ausstand der Technik-Mitarbeiter, der am Mittwoch um 6.00 Uhr begann, nach Angaben von Verdi und der Lufthansa nicht betroffen sein. Aufgrund des Warnstreiks seien am Mittwoch keine FlĂŒge abgesagt worden, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Auch fĂŒr die kommenden Tage wĂŒrden keine Auswirkung erwartet. Die Lufthansa empfahl Passagieren dennoch, stets den Status ihres Fluges auf lufthansa.com oder in der Lufthansa-App prĂŒfen.

Bislang hat Verdi in dem Tarifkonflikt fĂŒr die mehr als 20 000 BeschĂ€ftigten des Bodenpersonals zwei mehr als ganztĂ€gige Warnstreiks gefĂŒhrt, bei denen jeweils Hunderte FlĂŒge ausfielen.

An der aktuellen bundesweiten Aktion beteiligen sich laut Verdi unter anderem BeschĂ€ftigte und Auszubildende der Lufthansa Technik, Lufthansa Aviation Training und Lufthansa Technical Training. Laut Verdi folgten etwa 90 Prozent dem Aufruf. Lufthansa Technik ist fĂŒr die Reparatur und Überholung von Flugzeugen, Teilen und Triebwerken auch fĂŒr andere Fluggesellschaften zustĂ€ndig. Die tĂ€gliche Wartung macht die Fluggesellschaft, die nicht bestreikt wird, dagegen selbst.

Verhandlungen am kommenden Montag?

Die Lufthansa kritisierte: "Dieser kurzfristige Aufruf in den Technikbetrieben mit gerade einmal zwölf Stunden Vorlauf zu einem dritten sogenannten Warnstreik mit einer LĂ€nge von drei Tagen ist eine nicht nachvollziehbare und völlig unangemessene Eskalation". Man habe Verdi angeboten, jederzeit weiterzuverhandeln - das gelte nach wie vor. "Ganz konkret möchten wir die Verhandlungen am 4. MĂ€rz, also am ersten Arbeitstag nach Streikende, fortsetzen." Ziel bleibe eine schnelle Einigung. Bisher war die fĂŒnfte Runde fĂŒr den 13. und 14. MĂ€rz angesetzt.

Verdi hat das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits aufgefordert, noch vor dem 13. MĂ€rz zu weiteren Verhandlungen zusammenzukommen. Der 4. MĂ€rz sei denkbar, allerdings unter der Voraussetzung "eines vorab ĂŒbermittelten verbesserten Angebots der Lufthansa", sagte Verdi-VerhandlungsfĂŒhrer Marvin Reschinsky.

Ein neues Angebot der Lufthansa bei den Verhandlungen in der vergangenen Woche hatte die Gewerkschaft als unzureichend abgelehnt. Die von Verdi aufgestellte Kernforderung von 12,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro monatlich mehr, werde auch in dem neuen Angebot bei mehr als doppelt so langer Laufzeit im Vergleich zur Forderung nicht erreicht, kritisierte die Gewerkschaft.

Die Lufthansa hatte nach eigenen Angaben einen großen Schritt auf Verdi zugemacht. Im Detail wĂŒrde demnach die erste von zwei geplanten Tabellenerhöhungen um 4 Prozent von Dezember auf MĂ€rz vorgezogen. Zudem soll die InflationsausgleichsprĂ€mie von 3000 Euro schneller ausgezahlt werden.

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