Gewerkschaften drohen mit weiteren Warnstreiks
15.01.2026 - 05:54:29Bei weiterer Uneinsichtigkeit der LĂ€ndervertreter wĂŒrden die Gewerkschaften ihre Aktionen in den nĂ€chsten Wochen "massiv ausweiten mĂŒssen", sagte der Chef des Beamtenbunds dbb, Volker Geyer, der Deutschen Presse-Agentur. Verdi und die LĂ€nder-Arbeitgeber setzen die GesprĂ€che heute in Potsdam fort.
Von weiteren AusstĂ€nden betroffen sein könnten nach Geyers Angaben etwa Unikliniken, StraĂenrĂ€umdienste oder TarifbeschĂ€ftigte in den Schulen. Die LĂ€nderseite forderte Geyer zur Vorlage eines Angebots bei der nun anstehenden zweiten Verhandlungsrunde auf. Ăhnlich hatte sich auch Verdi-Chef Frank Werneke geĂ€uĂert.
Was die BeschÀftigten wollen
Verdi und der Beamtenbund dbb fordern fĂŒr die mehr als 920.000 TarifbeschĂ€ftigten sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Die Tarifgemeinschaft deutscher LĂ€nder (TdL) lehnt das als unbezahlbar ab. Betroffen sind mehr als zwei Millionen BeschĂ€ftigte, denn auf rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamte wird der Abschluss in der Regel in den einzelnen LĂ€ndern ĂŒbertragen. Nur Hessen hat einen anderen Tarifvertrag.
Lauter Protest erwartet
Die zweite Verhandlungsrunde dauert bis Freitag. Mitte Februar wollen beide Seiten in Potsdam abschlieĂend aufeinandertreffen. In Potsdam wollen nach Gewerkschaftsangaben hunderte BeschĂ€ftigte in Hörweite des Verhandlungshotels demonstrieren.

