Immobilienbranche kämpft mit unverkäuflichen Neubau-Restanten
09.02.2026 - 05:30:12Leerstehende „Restanten“ belasten die Bilanzen von Bauträgern. Der Immobilienverband Deutschland (IVD) sucht nach Auswegen aus dem kostspieligen Trend. Die letzten Wohnungen in Neubauprojekten bleiben zunehmend unverkauft.
Diese übrig gebliebenen Einheiten binden Kapital und können das Image ganzer Projekte beschädigen. Experten sehen darin ein strukturelles Problem, das durch die aktuelle Marktlage verschärft wird.
Warum die letzten Wohnungen niemand will
Die Ursachen sind vielfältig. Oft passt das Angebot nach Jahren Planung nicht mehr zur Nachfrage. Grundrisse ohne Homeoffice-Nischen oder veraltete Ausstattung schrecken Käufer ab.
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Hinzu kommen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen:
* Gestiegene Zinsen und Baukosten dämpfen die Kaufkraft.
* Besonders teure Penthäuser oder Wohnungen mit schlechten Schnitten bleiben liegen.
* Dieser Leerstand schreckt auch potenzielle Kreditgeber ab.
„Die Flächen sind ohne Anpassungen langfristig schwer zu vermarkten“, so Branchenkenner. Es handelt sich um ein strukturelles Problem.
Neue Tricks für alte Wohnungen
Der IVD diskutiert innovative Vermarktungsstrategien. Statt klassischer Anzeigen setzen Experten auf gezieltere Ansätze.
Ein Schlüssel ist dynamisches Preismanagement. Die Preise der letzten Einheiten werden flexibel an die Marktlage angepasst. Parallel identifiziert digitales Marketing spezifische Zielgruppen – etwa Künstler für ungewöhnliche Lofts.
Virtuelle 360-Grad-Begehungen und digitales Home-Staging sollen die Vorzüge auch leerstehender Immobilien emotional präsentieren.
Wenn Marketing nicht mehr hilft
Manchmal reicht eine neue Anzeige nicht aus. Dann muss das Produkt selbst sich ändern. Experten schlagen radikalere Wege vor.
Eine große Fünf-Zimmer-Wohnung könnte in zwei kleinere, marktgängigere Einheiten geteilt werden. Statt Verkauf kommen auch Mietkauf-Modelle („Rent-to-Own“) oder möblierte Zeitmieten infrage.
Selbst eine Umnutzung von Wohn- zu Gewerberaum ist denkbar, besonders bei Erdgeschosslagen. Diese Flexibilität macht aus dem Ladenhüter wieder ein attraktives Asset.
Ein Symptom für den gedrehten Markt
Das Restanten-Problem ist mehr als ein Vertriebsärgernis. Es zeigt die tiefgreifende Wende am Immobilienmarkt. Die Zeiten, in denen sich jede Neubauwohnung von selbst verkaufte, sind vorbei.
Heute entscheiden Qualität, Zielgruppenorientierung und intelligente Vermarktung über den Erfolg. Der Umgang mit Restanten wird zum Lackmustest für die Anpassungsfähigkeit der gesamten Branche.
Die Zukunft setzt auf Vorbeugung
Künftig muss die Vermeidung von Leerstand schon in der Planung beginnen. Experten prognostizieren einen stärkeren Fokus auf datengestützte Marktanalysen, um Nachfrage präziser vorherzusagen.
Flexible, modulare Bauweisen gewinnen an Bedeutung. Sie erlauben es, auch in späteren Bauphasen noch auf Marktsignale zu reagieren. Langfristig könnte der Druck durch Restanten zu bedarfsgerechteren und nachhaltigeren Bauprojekten führen.
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