Immobilienmarkt, BauauftrÀge

Immobilienmarkt: BauauftrÀge steigen erstmals wieder

26.02.2026 - 08:33:04 | boerse-global.de

Nach schwierigen Jahren zeigt der deutsche Wohnungsbau erste Erholungssignale mit steigenden AuftrĂ€gen und Baugenehmigungen, bleibt aber durch hohe Kosten und AngebotslĂŒcken belastet.

Immobilienmarkt: BauauftrĂ€ge steigen erstmals wieder - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Immobilienmarkt: BauauftrĂ€ge steigen erstmals wieder - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Der deutsche Wohnungsbau zeigt neue Hoffnungssignale. Nach drei schwierigen Jahren stiegen die AuftrÀge im Bauhauptgewerbe 2025 real um 6,8 Prozent. Das meldete das Statistische Bundesamt diese Woche.

Anzeige

Wer in den Wohnungsmarkt investiert, sollte auch die steuerlichen Vorteile genau kennen. Dieser kostenlose A-Z-Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie durch clevere Abschreibungen Ihre Steuerlast deutlich senken. Jetzt kostenlosen Abschreibungs-Leitfaden sichern

AuftrÀge und Genehmigungen legen zu

Die neuen Zahlen sind der jĂŒngste Lichtblick. Schon Mitte Februar hatte Destatis einen Anstieg der Baugenehmigungen um 10,8 Prozent auf 238.500 Wohnungen gemeldet. Experten deuten die Kombination aus mehr Genehmigungen und jetzt auch steigenden AuftrĂ€gen als Wendepunkt. Offenbar nehmen BautrĂ€ger nach langer ZurĂŒckhaltung wieder Projekte in Angriff.

Der nominale Auftragseingang erreichte 2025 ein Volumen von 113 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 9,2 Prozent. Der reale Anstieg von 6,8 Prozent zeigt: Es wird tatsÀchlich mehr gebaut, nicht nur teurer.

Stabilere Rahmenbedingungen geben Sicherheit

Die Erholung findet in einem beruhigteren Umfeld statt. Nach der Zinswelle haben sich die Baufinanzierungen auf einem neuen Niveau eingependelt. Aktuell liegen die Zinsen fĂŒr eine zehnjĂ€hrige Bindung bei etwa 3,3 bis 3,7 Prozent. Diese StabilitĂ€t gibt Bauherren und KĂ€ufern Planungssicherheit zurĂŒck.

Auch die Preise zeigen wieder eine moderate Tendenz nach oben. FĂŒr NeubauhĂ€user lagen sie im Januar rund drei Prozent ĂŒber dem Vorjahresmonat. Die hohe Nachfrage trifft weiterhin auf ein knappes Angebot. Diese Kombination scheint die Investitionslaune zu heben.

Anzeige

Steigende Immobilienpreise und neue Marktbedingungen machen eine prĂ€zise Kalkulation fĂŒr Vermieter unerlĂ€sslich. Erfahren Sie in diesem Gratis-Report in nur 5 Minuten, welche Mietpreise 2025 rechtlich zulĂ€ssig sind. Kostenlosen Mietspiegel-Report 2025 herunterladen

Hohe Kosten bremsen den Turbo

Trotz der positiven Signale bleiben die HĂŒrden hoch. Die Baukosten verharren auf Rekordniveau. Das macht es schwer, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Gleichzeitig klafft eine gewaltige LĂŒcke: Experten fordern 372.000 bis 400.000 neue Wohnungen pro Jahr. 2026 werden voraussichtlich nur 215.000 fertig.

Besonders in BallungsrĂ€umen verschĂ€rft sich der Wettbewerb. Der angekĂŒndigte "Bau-Turbo" der Bundesregierung soll Genehmigungen beschleunigen. SpĂŒrbare Effekte werden aber erst in den kommenden Jahren erwartet.

Staat hilft mit milliardenschweren Programmen

Staatliche Förderungen sind fĂŒr viele KĂ€ufer entscheidend. Die KfW und das BAFA sind die zentralen Anlaufstellen. Das "KfW-Wohneigentumsprogramm" bietet zinsgĂŒnstige Kredite fĂŒr selbstgenutzten Wohnraum.

Speziell fĂŒr Familien gibt es die "Wohneigentumsförderung fĂŒr Familien" (WEF). Die Höhe der Förderung ist oft an hohe Effizienzhaus-Standards gekoppelt. Auch BundeslĂ€nder und Kommunen haben eigene Töpfe. FĂŒr Kaufinteressenten lohnt sich die Recherche – die Programme können die Finanzierung entscheidend erleichtern.

Erholung ja, Entspannung nein

Die neuen Daten markieren einen psychologischen Wendepunkt. Nach Zinsangst und Kostenexplosion kehrt langsam Zuversicht zurĂŒck. Doch der Weg zur nachhaltigen Erholung ist lang. Aus heutigen Genehmigungen werden erst in Jahren neue Wohnungen.

Die fundamentale Herausforderung bleibt: bezahlbarer Wohnraum in einem teuren Umfeld. Der Markt hat sich neu sortiert. Energieeffizienz und eine solide Finanzierung sind heute wichtiger denn je. FĂŒr KĂ€ufer bedeutet das ein anspruchsvolles, aber wieder kalkulierbares Umfeld. Die Phase des Abwartens scheint vorbei.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
boerse | 68613627 |