Immobilienmarkt driftet regional immer weiter auseinander
24.03.2026 - 06:09:22 | boerse-global.deDer deutsche Immobilienmarkt spaltet sich regional immer stärker. Das zeigt eine neue Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Gleichzeitig verteuern steigende Bauzinsen die Finanzierung. Für Käufer wird die Lage unübersichtlich.
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Preisschere klafft bis 2035 immer weiter auf
Die Studie prognostiziert bis 2035 einen moderaten Preisanstieg auf nationaler Ebene – doch dahinter verbergen sich extreme Gegensätze. Metropolen wie Berlin, Hamburg und Frankfurt sowie wirtschaftsstarke ländliche Regionen in Bayern und Baden-Württemberg dürften weiter von Wertzuwächsen profitieren.
Anders sieht es in vielen Teilen Ostdeutschlands, im Saarland oder im Ruhrgebiet aus. Hier drohen stagnierende oder sogar sinkende Preise. In besonders betroffenen Kreisen wie dem Erzgebirgskreis oder der Vulkaneifel könnten Immobilien bis 2035 fast ein Fünftel ihres Wertes verlieren. Entscheidend sind laut IW weniger Stadt oder Land, sondern Faktoren wie Demografie, Wirtschaftskraft und Infrastruktur.
Bauzinsen ziehen wieder an – Geopolitik als Treiber
Parallel zur regionalen Spaltung wird der Immobilienkauf teurer. Seit dem 23. März steigen die Bauzinsen wieder spürbar. Treiber sind erhöhte Inflationserwartungen und geopolitischer Druck, vor allem durch den Irankonflikt.
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Die KfW und große Kreditinstitute haben ihre Konditionen bereits um bis zu 0,21 Prozentpunkte angehoben. Der Topzins für ein 10-jähriges Darlehen liegt derzeit bei rund 3,60 Prozent, kann im Einzelfall aber über vier Prozent klettern. Experten rechnen mittelfristig mit einer tendenziellen Aufwärtsbewegung.
Energieeffizienz wird zum Preistreiber Nummer eins
Aktuell bewegt sich der Markt seitwärts. Im Februar sanken die Kaufpreise in allen Segmenten leicht. München und Berlin legten minimal zu, während Köln oder Leipzig nachgaben.
Ein klarer Trend zeigt sich beim energetischen Zustand: Immobilien mit Top-Energieklasse (A+/A) erzielen deutlich höhere Quadratmeterpreise als sanierungsbedürftige Objekte der Klasse D/E. Letztere bleiben länger am Markt und erfordern Preisnachlässe. Die gestiegenen Sanierungskosten und strengeren gesetzlichen Vorgaben schrecken viele Käufer ab.
Was bedeutet das für Käufer und Politik?
Für potenzielle Immobilienkäufer wird die Lage komplex. Die Standortwahl entscheidet über Wertentwicklung und Finanzierbarkeit. In wirtschaftsstarken Regionen lockt weiterhin Wertsteigerungspotenzial. In schwächeren Gebieten ist besondere Vorsicht geboten. Die höheren Zinsen machen eine solide Finanzierungsplanung mit ausreichend Eigenkapital unverzichtbar.
Die Politik steht vor der Herausforderung, eine differenzierte Wohnungspolitik zu fahren. In Ballungsräumen muss der Neubau beschleunigt werden, um den Preisdruck zu mindern. In strukturschwachen Regionen hingegen geht es um den Erhalt des Bestands und die Stabilisierung der lokalen Märkte.
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