Immobilienpreise steigen weiter – doch die regionale Schere klafft
21.03.2026 - 00:39:25 | boerse-global.deDeutsche Wohnimmobilien verteuern sich zum vierten Mal in Folge. Das belegen aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes. Eine neue Studie prognostiziert nun einen anhaltenden Aufwärtstrend bis 2035 – mit extremen regionalen Unterschieden.
Markterholung setzt sich fort
Die Phase fallender Preise ist endgültig vorbei. Der Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamtes stieg zuletzt im Jahresvergleich um 3,3 Prozent. Auch im Quartalsvergleich legten die Preise um 1,0 Prozent zu.
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Aktuelle Marktdaten vom März 2026 stützen diesen Trend. Der Europace-Hauspreisindex zeigt: Vor allem Eigentumswohnungen werden teurer. Im Februar stieg ihr Indexwert um 0,27 Prozent gegenüber dem Vormonat. Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser blieben preislich stabil.
Experten von Europace erklären, das Wachstum entstehe fast ausschließlich im Bestand. Der Neubausektor leide weiter unter hohen Baukosten. Wer auf breite Preisrückgänge spekuliert, sollte seine Strategie überdenken.
Langfristprognose: Plus ein Prozent pro Jahr bis 2035
Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) untermauert den langfristigen Trend. Die Ökonomen sagen voraus: Bis 2035 steigen die Kaufpreise im bundesweiten Mittel real um etwa ein Prozent pro Jahr.
Der bevölkerungsgewichtete Medianpreis soll demnach von rund 3.000 Euro pro Quadratmeter (2025) auf etwa 4.100 Euro (2035) klettern. Das nominale Preisniveau des Rekordjahres 2022 könnte schon 2027 wieder erreicht sein.
Vertreter des BVR warnen: Wohnraum in wirtschaftsstarken Regionen ist extrem knapp. Diese Verknappung treibe die Preise weiter. Sie fordern ein größeres Angebot und politische Maßnahmen zur Baukostensenkung.
Die große regionale Spaltung
Das bemerkenswerteste Ergebnis ist die extreme regionale Ausdifferenzierung. Die Studie aller etwa 400 deutschen Landkreise zeigt: Die Preise entwickeln sich in gegensätzliche Richtungen.
Für 242 Regionen (60,5 Prozent) prognostizieren die Analysten weiter steigende Preise bis 2035. In 158 Regionen sollen sie dagegen stagnieren oder sogar sinken.
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Die Preisrallye führen die großen Metropolen und ihr Umland an. In Städten wie Hamburg, Berlin und Frankfurt rechnen die Experten mit jährlichen Wertsteigerungen von bis zu zwei Prozent. Auch das Umland Münchens und Kölns zeigt starke Dynamik.
Auf der Verliererseite stehen strukturschwächere, oft ländliche Gebiete. Hier bestimmen Bevölkerungsrückgang, Überalterung und fehlende Wirtschaftskraft die Entwicklung. Immobilienbesitzer müssen mit realem Wertverlust rechnen.
Was bedeutet das für Kaufinteressenten?
Für Familien und Erstkäufer erhöht der anhaltende Preisanstieg den Druck. Da der Neubau hinter den Zielen zurückbleibt, konzentriert sich die Nachfrage massiv auf Bestandsimmobilien.
Die Finanzierungsbedingungen haben sich auf einem neuen Niveau eingependelt. Bauzinsen liegen derzeit bei durchschnittlich 3,5 bis 3,9 Prozent für zehnjährige Zinsbindungen. Finanzexperten raten zu sorgfältiger Budgetkalkulation.
Ein entscheidender Preistreiber ist die Energieeffizienz. Eine gute Energieklasse wird immer wichtiger, da Sanierungskosten bei älteren Gebäuden die Gesamtkalkulation erheblich belasten können.
Eine interessante Entwicklung beobachten Analysten in mittelgroßen Städten: In B- und C-Lagen mit guter Infrastruktur steigt die Nachfrage derzeit schneller als die Preise. Städte wie Bamberg oder Minden könnten so noch Chancen bei moderaten Einstiegspreisen bieten.
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