Arbeit, Deutschland

Telekom macht in Tarifgesprächen Angebot - Verdi winkt ab

Veröffentlicht: 30.04.2024 um 21:12 Uhr, dpa.de

In den Tarifverhandlungen bei der Deutschen Telekom DE0005557508V liegen die Arbeitgeber und die Gewerkschaft noch weit auseinander.

Das Unternehmen legte am Dienstag in Köln ein Angebot vor, dem zufolge in diesem Jahr eine steuerfreie Inflationsausgleichsprämie von 2000 Euro gezahlt werden soll. Ein prozentuales Plus der Monatsgehälter soll es erst 2025 geben, und zwar um 4,2 Prozent im Januar. Im Oktober 2025 sollen weitere 150 Euro im Monat hinzukommen - je nach Tarifgruppe wäre das laut Telekom ein Plus um bis zu 4,2 Prozent. Auch Azubis und duale Studenten sollen mehr Geld bekommen.

Verdi reicht das Angebot nicht aus. Man erwarte "deutliche Nachbesserungen", hieß es von der Gewerkschaft. Die Arbeitnehmervertretung fordert ein Plus von 12 Prozent in einem 12 Monate laufenden Tarifvertrag, die Telekom strebt hingegen eine 27-monatige Laufzeit an.

Der Tarifvertrag würde nach Vorstellung des Bonner Konzerns für 55 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelten. Verdi will hingegen noch andere Konzernbereiche einbeziehen, sodass die Vorgaben für 70 000 Beschäftigte gelten würden. In den vergangenen Wochen hatte Verdi versucht, mit Warnstreiks Druck zu machen. Manch Telekom-Kunde bekam das zu spüren: Techniker-Termine fielen aus und die Wartezeit bei der Service-Hotline verlängerte sich bisweilen. Künftig könnte es weitere Warnstreiks geben.

de | DE0005557508 | ARBEIT | boerse | 65215940 |

Weitere Meldungen

VW-Chef nennt erstmals eine Zahl: Bis zu 50.000 Jobs bedroht. Nun macht er erstmals klar, wie viele Jobs bedroht sind. Volkswagen-Chef Blume hat sich lange nicht zum geplanten Stellenabbau bei dem Autoriesen geäußert. (Politik, 13.07.2026 - 12:51) weiterlesen...

VW-Chef nennt erstmals Zahl: Bis zu 50.000 Jobs bedroht. Nun macht Konzernchef Blume erstmals klar, wie viele Jobs bedroht sind. Wie deutlich fällt der Personalabbau beim Autoriesen Volkswagen aus? Das war lange ungewiss. (Wirtschaft, 13.07.2026 - 11:53) weiterlesen...

VW-Krise ohne Schließungen? Blume: «Intelligentere Lösungen». Mehr als 100.000 Stellen könnten wegfallen, Standorte sind in Gefahr, Beschäftigte verunsichert. Konzernchef Blume sieht «intelligentere Lösungen» als Werksschließungen. VW plant einen Großumbau. (Wirtschaft, 12.07.2026 - 13:56) weiterlesen...

VW-Chef: «Intelligentere Lösungen» als Werksschließungen. Mehr als 100.000 Stellen könnten wegfallen, Standorte sind in Gefahr. Nun meldet sich Konzernchef Blume zu Wort - und sieht «intelligentere Lösungen» als Werksschließungen. VW plant einen Großumbau. (Wirtschaft, 12.07.2026 - 09:02) weiterlesen...

Dudenhöffer fordert Ende der 35-Stunden-Woche bei VW. Zugleich erwartet er harte Zeiten. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht in Mehrarbeit ohne Lohnausgleich einen Weg, die hohen Produktionskosten bei Volkswagen zu senken. (Wirtschaft, 11.07.2026 - 01:00) weiterlesen...

Sparpläne und sinkende Absätze: Ringen um VWs Zukunft. Unterdessen zeigen die aktuellen Absatzzahlen kräftig nach unten. Auch nachdem der Aufsichtsrat das Sparpaket nicht durchwinken wollte, plant der Vorstand weiter den Großumbau. (Wirtschaft, 10.07.2026 - 14:19) weiterlesen...