VDMA-PrÀsident: GesprÀche mit AfD auch 'Verzweiflungstat'
02.12.2025 - 09:53:11"Wir fragen uns, wann kriegen die vom WĂ€hler mit einem Regierungsmandat ausgestatteten Parteien notwendige Reformen und eine Strategie fĂŒr dieses Land auf den Weg?", sagte der PrĂ€sident des Maschinenbauverbands VDMA dem "Deutschlandfunk". Man sehe "etwas entsetzt", wie die Parteien der Mitte mit ihrem Mandat umgingen.
Erwartungen an die Regierung wĂŒrden nicht erfĂŒllt. Dass der Verband der Familienunternehmer das GesprĂ€ch mit der AfD gesucht hat, sei vor diesem Hintergrund vielleicht auch eine "Verzweiflungstat", die er aber nicht gut finde. Kawlath betonte, die AfD vertrete Ansichten, die den Wirtschaftsstandort Deutschland "nachhaltig schĂ€digen wĂŒrden".
Warnung vor AfD-Positionen
Die etwa 3.600 Mitgliedsunternehmen im VDMA machten 44 Prozent ihrer UmsĂ€tze in Europa. "Da kommt eine Partei daher, die sagt, wir sollen aus der EU austreten." Der Euro als gemeinsame WĂ€hrung sei eines der besten Konjunkturprogramme, die der Maschinenbau je hatte, aber die AfD wolle aus dem Euro austreten, monierte der VerbandsprĂ€sident. Auch sicherheitspolitisch gebe es keine Ăbereinstimmung, denn die AfD wolle, dass Deutschland die Nato verlĂ€sst.
Wenn man sich diese drei Kernthemen anschaue, mĂŒsse man nicht mehr ĂŒber die Ansichten der AfD zur Erbschaftsteuer oder zur Einkommenssteuer diskutieren. "Da mag es Ăberschneidungen geben, aber das hilft uns nichts mehr, wenn es bei diesen Kernthemen keine Ăbereinstimmung gibt", betonte der VDMA-PrĂ€sident.
Der Verband der Familienunternehmer hatte nach scharfer Kritik und dem Austritt namhafter Mitgliedsfirmen seine Position zum Umgang mit der AfD korrigiert. Die Einladung von AfD-Abgeordneten zu einem Parlamentarischen Abend habe sich als Fehler herausgestellt, rÀumte PrÀsidentin Marie-Christine Ostermann ein.

