Einnahmen, Privatabrechnungen

Mehr Einnahmen durch Privatabrechnungen in Arztpraxen in Deutschland

04.12.2025 - 10:01:04

In deutschen Arztpraxen ist der Anteil der Einnahmen aus Kassenabrechnungen weiter gesunken.

Laut Daten aus dem Jahr 2023 ging dieser auf 67 Prozent zurĂŒck, das ist der niedrigste Wert seit der ersten Veröffentlichung der gesamtdeutschen Ergebnisse im Berichtsjahr 2000, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Dagegen wuchsen die Einnahmen mit Privatabrechnungen anteilig auf 28 Prozent.

Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor waren es noch 24 Prozent (Privat) beziehungsweise rund 71 Prozent (Kasse). "Ein Grund fĂŒr diese Entwicklung dĂŒrfte sein, dass die Zahl der reinen Privatpraxen in Deutschland steigt", erklĂ€rten die Statistiker. So gaben 2023 etwa 6,5 Prozent der befragten Praxen an, gar keine Einnahmen aus Kassenabrechnungen zu erzielen. 2022 waren es 5,4 Prozent.

Weitere 5 Prozent wurden im vergangenen Jahr aus sogenannter sonstiger selbststÀndiger Àrztlicher TÀtigkeit erzielt, also beispielsweise mit erstellten Gutachten oder bei Betriebs- und DurchgangsÀrzten.

Hohe Privatabrechnungsanteile bei Dermatologie und OrthopÀdie

Generell variierten die Einnahmeanteile je nach Fachgebiet stark, wie die Daten zeigen. So erwirtschafteten HautÀrztinnen und HautÀrzte mehr als die HÀlfte (52 Prozent) ihrer Einnahmen aus Privatabrechnungen, bei OrthopÀden und Unfallchirurgen waren es 47 Prozent.

Dagegen erzielten die Allgemeinmediziner und die Neurologen nur rund 13 Prozent aus privaten Abrechnungen. Auch bei den Praxen fĂŒr Kinder- und Jugendmedizin war der Anteil den Angaben zufolge eher gering (16 Prozent).

Psychotherapeutischen Praxen mit hohen Kasseneinnahmen

Nicht eingerechnet in die Auswertung waren Zahnarztpraxen sowie psychotherapeutische Praxen. ZahnÀrzte und ZahnÀrztinnen erzielten im Jahr 2023 etwas mehr als die HÀlfte ihrer Einnahmen (51 Prozent) aus Kassenabrechnungen und damit deutlich weniger als Arztpraxen.

Die psychotherapeutischen Praxen hatten laut Bundesamt dagegen anteilig deutlich mehr Einnahmen aus Kassenabrechnung als Arzt- und Zahnarztpraxen. Bei ihnen stammten demnach rund 89 Prozent aus Kasseneinnahmen und nur rund 8 aus Privateinnahmen.

@ dpa.de