NRW hatte 2024 die meisten neuen WindrÀder
10.01.2025 - 12:42:31Wie aus einer vorlÀufigen Auswertung der Fachagentur Wind und Solar hervorgeht, haben 2024 landesweit 154 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 748 Megawatt den Betrieb aufgenommen. Weil auch Àltere Anlagen abgebaut wurden, seien unterm Strich 626 Megawatt an Leistung hinzugekommen.
"Damit war NRW im vergangenen Jahr sowohl beim Brutto- als auch beim Nettozubau bundesweit die Nummer eins", erklĂ€rte der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW), der die Auswertung veranlasst hatte. Nur 2017 habe es in NRW mit 881 Megawatt ein noch gröĂeres Ausbauplus gegeben. "Was vor Jahren noch undenkbar war, ist heute Fakt: NRW ist bundesweit das Windenergie-Land Nummer eins", erklĂ€rte der LEE-Vorsitzende Hans-Josef Vogel laut einer Mitteilung. Die meisten neuen WindrĂ€der wurden im Kreis Paderborn errichtet, nĂ€mlich 25, die zweitmeisten im Kreis Warendorf (13).
Nach Angaben des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) folgen beim Windkraftausbau 2024 auf NRW mit deutlichem Abstand die BundeslÀnder Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.
Laut NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur sind die Zahlen ein Beleg dafĂŒr, dass die Landesregierung den richtigen Kurs eingeschlagen hat. Jetzt komme es darauf an, die Zahl der installierten Anlagen weiter zu steigern, erklĂ€rte die GrĂŒnen-Politikerin laut einer Mitteilung ihres Ministeriums. "Wir arbeiten dazu an vielen Stellschrauben und ich bin zuversichtlich, dass wir unser Ziel von 1.000 neuen Windenergieanlagen bis 2027 erreichen werden."
Dabei seien das BĂŒrgerenergiegesetz NRW und der BĂŒrgerenergiefonds wichtig, damit die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger selbst an der Energiewende teilhĂ€tten. "Weiterhin gilt: Ambition beim Ausbau der Windenergienutzung und Sicherung der Akzeptanz der Bevölkerung bleiben die Leitlinien unserer Energiepolitik."
Laut NRW-Umweltminister Oliver Krischer wurden die Genehmigungsverfahren beschleunigt. Dies sei besonders dem Engagement der Kreise und kreisfreien StÀdte als Genehmigungsbehörden vor Ort zu verdanken, erklÀrte er. Nach Angaben des LEE haben die Behörden 2024 im Schnitt nach 17 Monaten die Genehmigung erteilt. 2023 hÀtten die Verfahren noch knapp 25 Monate gedauert.
Nach LEE-Angaben sind seit dem Regierungswechsel im FrĂŒhsommer 2022 landesweit rund 320 neue Windenergieanlagen ans Netz gegangen. Im vergangenen Jahr seien auĂerdem rund 680 weitere Anlagen mit einer Leistung von insgesamt mehr als 4.000 Megawatt Leistung genehmigt worden. Nach Angaben des IWR waren zum Jahresende in NRW gut 3.700 WindrĂ€der in Betrieb.
Damit der Windenergieausbau im Land nicht an Fahrt verliere, seien Korrekturen an den geplanten RegionalplĂ€nen nötig, sagte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Energieunternehmens Westfalenwind, Andreas DĂŒser, vor der Landespressekonferenz in DĂŒsseldorf. So enthalte etwa der Kölner Regionalplanentwurf zahlreiche FlĂ€chen, bei denen deutliche Höhenbegrenzungen fĂŒr neue Windenergieanlagen aufgrund zweier MilitĂ€rflughĂ€fen absehbar seien. "Ein Betrieb von Windenergieanlagen wird sich dort wirtschaftlich nicht rechnen."

