Bericht: Kubas Gefangene produzieren unter Zwang fĂŒr Europa
15.09.2025 - 18:09:07Laut einem in Madrid veröffentlichten Bericht mĂŒssen die Gefangenen unter unmenschlichen Bedingungen Produkte wie Holzkohle und Zigarren herstellen, die nach Europa exportiert werden. Die Menschenrechtsaktivisten bezeichnen diese Praxis als "integralen Bestandteil der kubanischen GefĂ€ngniswirtschaft".
Bei einer UN-Debatte im Juni in New York erklĂ€rte die Vertretung des sozialistischen Karibikstaates jedoch, im Land wĂŒrden die Standard-Mindestregeln der Vereinten Nationen fĂŒr die Behandlung von Gefangenen eingehalten. Dazu gehörten die Achtung der MenschenwĂŒrde sowie der Zugang zu Bildung, Arbeit und Kultur.
Kaum eine VergĂŒtung und prekĂ€re Arbeitsbedingungen
Prisoners Defenders prangert dagegen systematische Menschenrechtsverletzungen an: "Die kubanischen GefĂ€ngnisse sind keine Rehabilitationszentren, sondern Orte der Bestrafung, Kontrolle und Ausbeutung", heiĂt es in dem Bericht. Die Untersuchung stĂŒtzte sich auf Aussagen von 53 Betroffenen sowie auf offizielle Dokumente aus Kuba. Dem Bericht zufolge sollen die HĂ€ftlinge ihre Arbeit ganz ohne Lohn oder gegen eine nur symbolische Bezahlung und unter Drohungen verrichten.
Die Menschenrechtsorganisation forderte die EuropĂ€ische Union zum Einschreiten auf. Kubanische Holzkohle werde etwa nach Spanien, Portugal, Italien, Griechenland und in die TĂŒrkei exportiert. Auch Wiederausfuhren innerhalb der EU gelten demnach als wahrscheinlich. "Der Handel mit einem Produkt der Sklaverei kann heute von den europĂ€ischen Behörden sofort verboten werden", so der Bericht.

