BrandsÀtze in Paketen: Litauen nimmt VerdÀchtige fest
17.09.2025 - 20:27:04Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft in Vilnius sollen sie im Auftrag des russischen Geheimdienstes Pakete mit selbstgebauten SprengsĂ€tzen ĂŒber Kurierdienste in andere EU-LĂ€nder und nach GroĂbritannien versandt haben. Versteckt gewesen seien die hochentzĂŒndlichen BrandsĂ€tze mit ZeitzĂŒnder in Massagekissen und Kosmetiktuben.
Die Pakete wurden den Angaben zufolge von einem litauischen StaatsbĂŒrger am 19. Juli 2024 aufgegeben. Zwei Sendungen wurden demnach von Vilnius mit DHL DE0005552004-Frachtflugzeugen nach GroĂbritannien verschickt, die beiden anderen mit DPD-Lastwagen nach Polen. Eines davon fing im DHL-Logistikzentrum Leipzig, wo es umgeladen und zu seinem Endadressaten weitergeschickt werden sollte, Feuer.
Ein weiteres Paket detonierte den Ermittlern zufolge am 21. Juli in einem DPD-Lkw auf der Fahrt durch Polen, ein drittes am 22. Juli in einem DHL-Lager im englischen Birmingham. Beim vierten Paket kam es aufgrund eines technischen Defekts nicht zur ZĂŒndung, hieĂ es in der Mitteilung der Behörden.
HintermÀnner aus Russland
Die Behörden gaben in der Mitteilung nicht an, wie viele Personen in Litauen oder anderen LĂ€ndern festgenommen wurden. Im Zuge der Ermittlungen sei festgestellt worden, dass die Aktionen von russischen StaatsbĂŒrgern mit Verbindungen zum russischen MilitĂ€rgeheimdienst organisiert und koordiniert wurden.
Insgesamt werden 15 Personen der Organisation und DurchfĂŒhrung der mutmaĂlichen AnschlĂ€ge verdĂ€chtigt. Gegen drei Personen wurde ein internationaler Haftbefehl erlassen, teilten die Behörden mit. Bei den Ermittlungen wurden in Litauen, Polen, Lettland und Estland mehr als 30 Durchsuchungen durchgefĂŒhrt und dabei weitere BrandsĂ€tze gefunden. Die Behörden vermuten, dass die sichergestellten Sprengladungen zur Planung und DurchfĂŒhrung weiterer AnschlĂ€ge verwendet worden sein könnten.

