Kiews Gegenangriffe: Russland meldet SchÀden durch Drohnen
29.05.2026 - 09:11:37 | dpa.deIn Wolschski im Gebiet Wolgograd starb ein 60 Jahre alter Mann in einer Kunststofffaserfabrik, wie Gouverneur Andrej Botscharow mitteilte. Eine 55 Jahre alte Frau sei mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden.
Im SĂŒden von Wolgograd (frĂŒher Stalingrad) kam es demnach auch zu einem Brand in einem nicht nĂ€her benannten Energieobjekt. Auch ein Wohnhaus sei in der Region beschĂ€digt worden.
Gebiet Jaroslawl und Hafenstadt Temrjuk betroffen
Im Gebiet Jaroslawl gab es nach Behördenangaben ebenfalls einen massiven ukrainischen Drohnenangriff. Industrieobjekte fĂŒr die Lagerung von Treibstoffen seien getroffen worden, sagte Gouverneur Michail Jewrajew. Ein Brand werde gelöscht. Verletzte gebe es nicht. Zeitweilig habe die StraĂe nach Moskau gesperrt werden mĂŒssen.
Auch in der Hafenstadt Temrjuk brach laut Behörden nach dem Absturz von TrĂŒmmern einer abgeschossenen Drohne ein Feuer aus. Verletzte gebe es in dem Kurort am Asowschen Meer, dem nördlichen Nebenmeer des Schwarzen Meeres, nicht, hieĂ es.
Russland meldet 208 abgeschossene ukrainische Drohnen
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums sind in der Nacht zum Freitag 208 Drohnen abgeschossen worden. ĂberprĂŒfbar sind die Informationen von unabhĂ€ngiger Seite nicht. Ukrainische Angriffe habe es in 13 Regionen gegeben, hieĂ es. Zur Gesamtzahl der von Kiew eingesetzten Drohnen und zu Treffern machte das Ministerium wie immer keine Angaben.
Dagegen meldeten die ukrainischen LuftstreitkrÀfte, dass Russland die Ukraine mit einer ballistischen Rakete vom Typ Iskander und 232 Drohnen angegriffen habe. 217 Drohnen seien unschÀdlich gemacht worden, es habe aber auch EinschlÀge gegeben. Zu den Treffern oder SchÀden machte die ukrainische Flugabwehr keine nÀheren Angaben.
Zuvor hatte der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj Drohnenattacken im russischen Hinterland angekĂŒndigt. Nach seiner Darstellung sollen durch die Angriffe etwa auf Anlagen der Ălindustrie Moskau die fĂŒr die Kriegswirtschaft wichtigen Einnahmen aus dem Energieexport genommen werden. Ein weiteres Ziel sei, den Aggressor durch den Druck der Angriffe an den Verhandlungstisch zu zwingen - fĂŒr eine gerechte Beendigung des Kriegs, hatte Selenskyj erklĂ€rt.
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