ROUNDUP, Hafenarbeiter

Hafenarbeiter bestreiken sechs deutsche SeehÀfen

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 13:12 Uhr | dpa.de

In sechs deutschen SeehĂ€fen dauern bis zu 24-stĂŒndige Warnstreiks von Hafenarbeitern an.

Die Warnstreiks betreffen die drei nach Umschlag wichtigsten deutschen HĂ€fen Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven sowie die HĂ€fen Bremen, Emden und Brake. Umschlagsunternehmen wie Eurogate, HHLA DE000A0S8488 und J. MĂŒller Weser berichten, dass der Warenumschlag eingeschrĂ€nkt oder teils zum Erliegen gekommen ist.

Ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi sagte, die Warnstreiks in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven hÀtten am Montagabend begonnen. "Die anderen (Emden, Brake, Bremen) sind heute Morgen eingestiegen." Die Warnstreiks sollen den Angaben zufolge am Abend enden.

An einer Kundgebung am Hamburger Containerterminal Burchardkai beteiligen sich rund 2.100 Hafenarbeiter, wie eine Sprecherin von Verdi in Hamburg sagte.

Hintergrund des Warnstreiks sind Tarifverhandlungen zwischen Verdi aus Berlin und dem Arbeitgeberverband Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) aus Hamburg, die im Juli begannen. Verdi fordert fĂŒr die rund 11.000 BeschĂ€ftigten 8,2 Prozent höhere Stundenlöhne bei einer Laufzeit von einem Jahr.

Der ZDS hat bislang zwei Angebote vorgelegt. Das jĂŒngste sieht unter anderem vor, dass die Stundenlöhne um 5,1 Prozent steigen. Der Vertrag soll 19 Monate laufen. Verdi lehnt das Angebot ab. Die Gewerkschaft hatte zuvor Hafenarbeiter befragt. Die Mehrheit habe mitgeteilt, dass der Vorschlag nicht ausreiche.

ZDS-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Florian Keisinger bedauert die Ablehnung des Angebots und hĂ€lt die Warnstreiks fĂŒr unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig, wie er sagte. Sie beeintrĂ€chtigten die ZuverlĂ€ssigkeit der SeehĂ€fen und setzten Lieferketten von Industrie und Handel weiter unter Druck.

Am Vormittag gab der ZDS bekannt, dass die dritte Verhandlungsrunde am Montag und Dienstag in Hamburg geplant ist. Zuvor gab es keinen Termin.

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