Produktion/Absatz, Hauptversammlungen

Apple-AktionÀre stehen zu DiversitÀts-Initiativen

26.02.2025 - 06:16:20

In US-Unternehmen werden gerade auf breiter Front DiversitĂ€ts-Programme zurĂŒckgefahren - doch Apples AktionĂ€re stehen weiter dazu.

Auf der Hauptversammlung des iPhone-Konzerns wurde die Forderung abgelehnt, solche AktivitĂ€ten aufzugeben. Apple US0378331005-Chef Tim Cook kĂŒndigte zugleich an, dass ein verĂ€nderter rechtlicher Rahmen Anpassungen an den Initiativen fĂŒr Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion erforderlich machen könnte.

PrĂ€sident Donald Trump und seine Regierung fĂŒhren einen Feldzug gegen die Programme, die in den USA unter AbkĂŒrzung DEI (Diversity, Equity and Inclusion) bekannt sind. Ein Argument ist, durch die Bevorzugung einiger Bevölkerungsgruppen wĂŒrden andere wiederum benachteiligt. Trump, seine Minister und auch Tech-MilliardĂ€r Elon Musk behaupten, durch solche Initiativen leide die Kompetenz. Belege dafĂŒr gab es bisher nicht.

US-Firmen geben DEI-AktivitÀten auf

Nach zum Teil auch juristischem Druck entschieden sich viele US-Unternehmen, ihre DiversitĂ€ts-Programme einzustampfen oder zurĂŒckzufahren. Darunter sind Tech-Schwergewichte wie Google US02079K1079 und der Facebook-Konzern Meta US30303M1027. Andere - wie die Fluggesellschaft Delta Air Lines oder der EinzelhĂ€ndler Costco - halten daran fest.

Apple hatte die AktionĂ€re dazu aufgerufen, gegen den Antrag zur Abschaffung der DEI-Programme zu stimmen. Der Vorstoß kam von einem konservativen Think-Tank, der mit rechtlichen Risiken durch die Initiativen argumentierte. Apple konterte, der Vorschlag sei ein unzulĂ€ssiger Eingriff ins TagesgeschĂ€ft des Unternehmens. Der Konzern habe zudem eingespielte Verfahren, um rechtliche Risiken zu minimieren.

Auch Millionen fĂŒr Cook bestĂ€tigt

Cook betonte, Apple habe nie Quoten gehabt und verwies auf die "einzigartige Kultur" die den Konzern zu dem gemacht habe, was er sei. Zugleich werde man möglicherweise Änderungen vornehmen mĂŒssen, wenn sich die juristische Landschaft Ă€ndere.

Die AktionĂ€re billigten bei der Hauptversammlung auch die Einkommen des Top-Managements. Cooks VergĂŒtung wurde im vergangenen Jahr um 18 Prozent auf 74,6 Millionen Dollar erhöht. Der Großteil davon entfiel auf Aktien, Cooks Grundgehalt liegt bei drei Millionen Dollar.

@ dpa.de | US02079K1079 PRODUKTION/ABSATZ