Metall-BetriebsrÀte, Jobs

Metall-BetriebsrÀte zittern um Jobs in der Industrie

23.10.2025 - 06:32:27

In zahlreichen Industrieunternehmen zittern die BeschÀftigten um ihre Jobs.

Nur in knapp jedem zweiten Betrieb (49 Prozent) sehen BetriebsrÀte laut einer Umfrage der IG Metall die BeschÀftigung in den kommenden Jahren als gesichert an.

Die grĂ¶ĂŸte Unsicherheit gibt es bei den Autoherstellern (31 Prozent) und den Zulieferern der Stahlindustrie (41 Prozent), wie die Gewerkschaft in Frankfurt berichtet. Vergleichsweise weniger Sorgen machen sich die Arbeitnehmervertreter bei sonstigen Fahrzeugherstellern (71 Prozent) und im Handwerk (63 Prozent).

Bei den Konjunkturaussichten hat sich nach EinschĂ€tzung der BetriebsrĂ€te nur wenig verbessert. 45 Prozent der Umfrageteilnehmer bewerten den Ausblick fĂŒr die kommenden drei bis sechs Monate mindestens als gut, wĂ€hrend 47 Prozent sagen, die Perspektive sei schlecht oder sehr schlecht.

Fast jeder fĂŒnfte Betrieb muss wegen fehlender AuftrĂ€ge zumindest zeitweise die Arbeitszeit absenken und Kurzarbeit einfĂŒhren. Ganz Ă€hnliche Werte hatte die Umfrage ein Jahr zuvor ergeben.

Jobs sollen in die USA verlagert werden

BetriebsrĂ€te in den Bereichen Stahl, Metallerzeugung und Fahrzeugbau sehen mit deutlichen Mehrheiten die hohen Energiepreise in Deutschland als drĂ€ngendes Problem. Zudem wĂŒrden unter dem Druck der Zollpolitik Jobs in die USA verlagert: 20 Prozent der Unternehmen diskutierten darĂŒber, und in weiteren 8 Prozent gebe es bereits konkrete Planungen.

Gewerkschaft wie Arbeitnehmer vermissen bei vielen Arbeitgebern eine konkrete Strategie zur Weiterentwicklung der Standorte und ihrer Produktion. Nicht einmal 45 Prozent der Betriebe hÀtten einen konkreten Plan. Die IG Metall empfiehlt nachhaltige GeschÀftszweige.

"Wir mĂŒssen rein in die Zukunftsfelder", sagt die Erste Vorsitzende, Christiane Benner, laut einer Mitteilung. "Auch neue Branchen mĂŒssen wir mit voller Power erschließen: Kreislaufwirtschaft, Batterien, Recycling, kĂŒnstliche Intelligenz, die Möglichkeiten sind da!"

@ dpa.de