SpionageaffÀre, Rom

SpionageaffÀre: Rom weist zwei russische Diplomaten aus

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 13:09 Uhr, dpa.de

In Zusammenhang mit einer SpionageaffÀre hat Italien zwei Diplomaten der russischen Botschaft des Landes verwiesen.

Auf Beschluss der Regierung von MinisterprĂ€sidentin Giorgia Meloni mĂŒssen die beiden MilitĂ€r-AttachĂ©s Italien binnen drei Tagen verlassen. Zu Beginn der Woche waren zwei ehemalige italienische Geheimdienstler festgenommen worden, die die Russen gegen Bezahlung mit geheimen Informationen versorgt haben sollen. Gegen vier weitere Italiener - alles Angehörige des MilitĂ€rs - wird ermittelt.

Italiens Außenminister Antonio Tajani begrĂŒndete die Ausweisungen am Donnerstag damit, dass Moskau mit "hybriden Waffen" den Westen und Italien angreife. Er bezeichnete dies als "schwerwiegende und inakzeptable Einmischung in die italienischen Institutionen und die nationale Sicherheit". Das russische Außenministerium kĂŒndigte unverzĂŒglich eine "entsprechende Antwort" an. In der Regel reagiert Moskau auf Ausweisungen seiner Diplomaten mit der Abschiebung von Botschaftsangehörigen des entsprechenden Landes.

Italien gehört in Europa zu den zuverlĂ€ssigen UnterstĂŒtzern der Ukraine bei der Abwehr des russischen Angriffskriegs. Beim Nato-Gipfel in der TĂŒrkei hatte Meloni soeben bekrĂ€ftigt, an dieser Haltung nichts Ă€ndern zu wollen. Die mutmaßliche SpionagetĂ€tigkeit der italienischen Ex-Geheimdienstler - zwei MĂ€nner im Alter von 59 Jahren, von denen einer auch an der Nato-Schule im bayerischen Oberammergau tĂ€tig war - soll bereits seit mindestens vergangenem Jahr gedauert haben.

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