Trump sucht im Iran-Krieg neuen Ansatz mit Partnern
30.04.2026 - 21:20:23 | dpa.deEin neues Koordinierungsgremium solle die "Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und unseren VerbĂŒndeten in der StraĂe von Hormus erleichtern", teilte ein ranghoher Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur mit.
Aus dem US-AuĂenministerium verlautete, dass MaĂnahmen ergriffen werden sollen, "um eine sichere Durchfahrt zu gewĂ€hrleisten". Dazu gehörten etwa "die Bereitstellung von Echtzeitinformationen, Sicherheitshinweise und KoordinierungsmaĂnahmen".
Konkret soll das "Maritime Freedom Construct" nach Informationen aus dem WeiĂen Haus den Informationsaustausch unter den noch nicht genannten Alliierten ermöglichen und "diplomatische sowie wirtschaftliche MaĂnahmen abstimmen", um den Iran im Falle einer weiteren Blockade der Meerenge zu sanktionieren. Welche LĂ€nder genau teilnehmen sollen und ob etwa Deutschland angefragt wurde, war zunĂ€chst unklar. Das US-MilitĂ€r solle unterdessen die Seeblockade von Schiffen, die iranische HĂ€fen anlaufen oder verlassen, aufrechterhalten.
"WSJ": Diplomatische oder militÀrische Rolle der Partner?
Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf ein internes Memo, das an die US-Botschaften im Ausland verschickt worden sei, dass das "Maritime Freedom Construct" zwar keine militĂ€rische Koalition sei. Dennoch sollten die US-Diplomaten ihre jeweiligen Ansprechpartner fragen, ob sie in der neuen Allianz ein "diplomatischer und/oder militĂ€rischer Partner" sein möchten. Nach "WSJ"-Angaben soll das BĂŒndnis eine Initiative des US-AuĂenministeriums und des zustĂ€ndigen US-Regionalkommandos (Centcom) sein.
In den vergangenen Wochen waren die GesprĂ€che zwischen Washington und Teheran ins Stocken geraten. Nur wenige Informationen ĂŒber Verhandlungen und Vermittlungsversuche waren zuletzt an die Ăffentlichkeit gelangt. Es gilt weiterhin eine Waffenruhe, die Trump einseitig und ohne zeitliche Begrenzung verlĂ€ngert hatte. Die Pattsituation der Kriegsparteien in der StraĂe von Hormus belastet derweil die Weltwirtschaft: Der Iran blockiert die Meerenge weitestgehend, die USA reagierten darauf mit einer eigenen Blockade. Rohstoffe gelangen kaum auf den Weltmarkt.
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