Innodata Aktie: 96 Prozent EBITDA-Sprung ignoriert
04.07.2026 - 17:28:39 | boerse-global.de
Die Zahlen stimmen, die Stimmung nicht. Innodata präsentiert für das erste Quartal 2026 eine beeindruckende Marge von 47 Prozent – bereinigt. Gleichzeitig wächst der Umsatz um 54 Prozent im Jahresvergleich. Der Grund: Der KI-Dienstleister setzt verstärkt auf skalierbare Angebote wie eigene Datensätze und Software-Plattformen. Das bringt mehr Geld pro Auftrag.
Dennoch: Die Aktie steht unter Druck.
Wachstum beschleunigt sich
Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITDA) legte um 96 Prozent zu. Das ist fast doppelt so stark wie das Umsatzwachstum. Die Hebelwirkung steigender Skaleneffekte wird sichtbar. Ein neuer Großauftrag mit einem namhaften Tech-Konzern soll im Gesamtjahr rund 51 Millionen Dollar Umsatz beisteuern.
Innodata hob die Prognose an: Für 2026 rechnet der Vorstand nun mit einem Umsatzplus von mindestens 40 Prozent.
Kurs trotz Positivdaten im Keller
Freitag schloss die Aktie bei 62,10 Euro – ein Tagesplus von 2,99 Prozent. Das ist der erste Lichtblick nach einer schweren Woche. Auf 30 Tage gerechnet verlor das Papier über 33 Prozent. Der RSI liegt bei 37,6 Punkten, die annualisierte Volatilität über 100 Prozent. Das sind Zahlen eines turbulenten Titels.
Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 107,80 Euro beträgt 42 Prozent. Seit Jahresbeginn steht immerhin ein Gewinn von gut 37 Prozent. Die Wachstumsstory bleibt intakt. Die Höhen und Tiefen des KI-Marktes zeigen sich an Innodata besonders deutlich.
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