CRIF GmbH / Insolvenzen von Apotheken steigen auf den höchsten Stand ...
23.03.2026 - 10:07:13 | dpa.deNach einer langen Phase weitgehend stabiler oder rĂŒcklĂ€ufiger Werte zeigen sich seit 2023 deutliche VerĂ€nderungen: Auf 19 Insolvenzen im Jahr 2023 folgten 40 FĂ€lle im Jahr 2024 und schlieĂlich 44 im Jahr 2025. Diese Entwicklung weist auf verĂ€nderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen hin, die unter anderem durch steigende Personal-, Energie-, Miet- und BĂŒrokratiekosten sowie durch eine seit Jahren ausbleibende Honoraranpassung und Herausforderungen bei der Personalgewinnung beeinflusst werden.
Auch die Entwicklung der InsolvenzgefĂ€hrdung (BonitĂ€tsindex 4,5 bis 6,0) verdeutlicht die Belastung. Im Jahr 2025 galten bundesweit 246 Apotheken als gefĂ€hrdet, 2026 steigt dieser Wert auf 277 Betriebe - ein Zuwachs von 12,6 Prozent. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung in mehreren BundeslĂ€ndern: In Hessen nimmt die Zahl gefĂ€hrdeter Apotheken um 46,7 Prozent zu, in Nordrhein-Westfalen um 30,8 Prozent, in Baden-WĂŒrttemberg um 26,7 Prozent, in ThĂŒringen um 22,2 Prozent und in Berlin um 20,0 Prozent.
Gleichzeitig gibt es Regionen mit rĂŒcklĂ€ufigen Werten. In Hamburg sinkt die Zahl gefĂ€hrdeter Apotheken um 57,1 Prozent, in Schleswig-Holstein um 37,5 Prozent, in Bremen um 25,0 Prozent, in Sachsen-Anhalt um 14,3 Prozent und in Sachsen um 8,3 Prozent.
Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft bleibt die Branche dennoch stabiler. WÀhrend deutschlandweit 322.470 Unternehmen als insolvenzgefÀhrdet gelten, was einem Anteil von 10,3 Prozent aller Firmen entspricht, fÀllt der Anteil insolvenzgefÀhrdeter Apotheken mit 1,7 Prozent deutlich geringer aus.
Dr. Frank Schlein, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von CRIF Deutschland, ordnet die Ergebnisse wie folgt ein:
"Die wirtschaftliche Situation vieler Apotheken verschĂ€rft sich zunehmend: WĂ€hrend Personal-, Energie-, Miet- und BĂŒrokratiekosten stetig steigen, bleibt die Honorarentwicklung seit Jahren nahezu unverĂ€ndert. Diese zunehmende Schere zwischen wachsenden Ausgaben und stagnierenden Einnahmen fĂŒhrt zu einem erheblichen wirtschaftlichen Druck in der Apothekenlandschaft. Gleichzeitig zeigt der Blick in die Gesamtwirtschaft, dass Apotheken trotz dieser Belastungen strukturell widerstandsfĂ€higer sind. Doch auch wenn Apotheken im Vergleich stabiler dastehen, dĂŒrfen die steigenden Kosten und die fehlende Honoraranpassung nicht unterschĂ€tzt werden: Sie setzen der Branche zunehmend sichtbar zu."
Pressekontakt:
Pressekontakt: Oliver Ollrogge, CRIF GmbH, Bereich Marketing/PR E-Mail: mailto:o.ollrogge@crif.com, Tel.: 040 / 89 803 582
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/22285/6241166 OTS: CRIF GmbH
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

